Baumpflanzaktion am Islandpferdehof Gut Pöllndorf in Weistrach

WEISTRACH. Bei einer Baumpflanzaktion am Islandpferdehof Gut Pöllndorf in Weistrach wurden über 80 Laubbäume gesetzt.
Im ersten Lockdown wurde die ruhige Zeit am Hof genutzt und um die neu befestigten Paddocklandschaften wurden 100 Pappeln gesetzt. „Nachdem uns die Umsetzung und das Resultat große Freude bereitet hatte, wurde um Weihnachten des vergangenen Jahres die Idee geboren, eine größere Anzahl an Bäumen entlang der Weiden mit Hilfe von Patenschaften zu pflanzen. Es sollte durch dieses Projekt die Kulturlandschaft gestaltet und ein Zeichen gegen die extreme Verbauung in Niederösterreich gesetzt werden. Außerdem ist uns der Erhalt von ökologischer Vielfalt, um damit einen Lebensraum für verschiedenste heimische Lebewesen zu bewahren, ein großes Anliegen. Ein weiterer Pluspunkt ist natürlich, dass die Bäume unseren Pferden auf den Weiden mehr Schatten bieten“, erklärt Johanna Kirchmayr vom Pferdehof.
Patenschaften schnell vergeben
Kurzerhand wurde ein Plan erstellt, bei welchem sich Interessierte informieren konnten, wo gepflanzt wird und welche Sorten zur Verfügung stehen. Zur Auswahl sind ausschließlich Laubbäume gestanden, welche zur Gänze unbedenklich für Islandpferde sind. Die Idee wurde von vielen Freunden des Hofes sehr gut angenommen und schon nach kurzer Zeit waren fast alle Patenschaften vergeben.
Dem Pferd einen Baum widmen
Viele Reiter haben ihrem Lieblingspferd einen Baum gewidmet, bei manchen ist dies ein Schulpferd oder eine Reitbeteiligung, bei einigen aber natürlich auch das eigene Pferd. Auch der ein oder andere bereits verstorbene Vierbeiner wurde auch durch eine Baumpatenschaft auf Gut Pöllndorf verewigt. Für jeden einzelnen hat diese Patenschaft also eine ganz persönliche Bedeutung.
Baumpaten beim Setzen dabei
Nun wurde die Idee in die Tat umgesetzt. Ein schöner Nebeneffekt der Aktion war die Tatsache, dass sich die Baumpaten beim Setzen beteiligen konnten und große Freude über das gemeinsam Geschaffte hatten. Ein Gemeinschaftsgefühl, das - vielleicht auch wegen der Isolierung in der Corona-Zeit - für fast greifbare Emotionen gesorgt hat. Neben der „eigentlichen Aufgabe“ des Tages durfte die ein oder andere gemütliche Tasse Kaffee samt Kuchen und eine wärmende Suppe nicht fehlen.
Unterstützung durch Gärtner
Um dem Pflanztag einen noch größeren Mehrwert zu geben, war Gärtner Andreas, der das Projekt mit seinem Wissen von Beginn an unterstützt hat, den ganzen Tag über dabei und hat die Teilnehmer über spannende Fakten zum Thema Bäume setzen, Naturschutz,… aufgeklärt. Eine Fortsetzung wird schon in Kürze folgen, wenn zusätzlich noch 50 Apfel- und Birnbäume auf der Anlage von Gut Pöllndorf gepflanzt werden.
Dank
„Der Dank gilt allen, die mitgemacht haben! Die Absicht ist, diese Pflanzaktivitäten in den kommenden Jahren fortzusetzen. Wir sind uns klar darüber, dass diese Aktion die Welt nicht retten wird, ABER: wir wollen ein Zeichen setzen, dass Landschaft und Natur nicht unbegrenzt vorhanden sind und dass wir sorgsamer damit umgehen müssen. Vielleicht möchte der eine oder andere Hofbesitzer unsere Idee aufnehmen und nach unserem Motto 'Die beste Zeit einen Baum zu pflanzen war vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt.' handeln“, so Kirchmayr.


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