Integrations-Botschafter besuchten Mittelschule Amstetten
AMSTETTEN. Die ehrenamtlichen Integrationsbotschafter Samira Dadashi, Henry Ntiamoah und Steffi Stankovic sprachen in der Mittelschule Amstetten mit den Schülern über die Voraussetzungen gelungener Integration, Vorurteile sowie Mehrsprachigkeit.

Im Rahmen des Schulbesuchs der Initiative Zusammen:Österreich des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) tauschten sich die Integrationsbotschafter mit Schülern über ihren persönlichen Integrationsweg und den Umgang mit Herausforderungen und Vorurteilen aus.
Samira Dadashi: „Meinen Eltern war es wichtig, dass wir den Weg gehen, den wir wollen und nicht den, den die Gesellschaft für uns als Frauen vorsieht.“
Samira Dadashi ist Sängerin, Songwriterin und Radiomoderatorin und hat Wurzeln im Iran. Ihre Eltern haben sie immer unterstützt und ihr den Traum einer Musikerinnenkarriere ermöglicht: „Meinen Eltern war es wichtig, dass wir [Anm.: Samira und ihre Schwester“ den Weg gehen, den wir wollen und nicht den, den die Gesellschaft für uns als Frauen vorsieht.“ Mädchen und Frauen seien immer noch benachteiligt, aber davon dürfe man sich nicht beeindrucken und von seinen Zielen abbringen lassen, erklärte Dadashi den Schülern.
Henry Ntiamoah: „Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine erfolgreiche Frau.“
Henry Ntiamoah hat Wurzeln in Ghana und ist Qualitätsmanager & Datenschutzbeauftragter, Klinischer Consultant, Projektmanager und Wirtschaftsinformatiker. Er kam 2005 wegen seines Theologiestudiums nach Österreich, das er aber der Liebe wegen an den Nagel hängte. „Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine erfolgreiche Frau,“ ist er überzeugt und bestärkte die Schüler darin, ihren eigenen Weg zu gehen, auch wenn das nicht immer leicht sei.
Steffi Stankovic: „Vergesst niemals, wie wertvoll ihr seid. Ihr müsst euch selbst genug sein!“
Make-up-Artist Steffi Stankovic mit Wurzeln in Serbien hatte es in der Schule nicht leicht und litt unter Mobbing. Für ein freies, selbstbestimmtes Leben kam sie nach Wien und engagiert sich gegen Sexismus, Rassismus, Gewalt an Frauen und Mädchen und Diskriminierung. An die Schüler appellierte sie: „Vergesst niemals, wie wertvoll ihr seid. Ihr müsst euch selbst genug sein!“ Wichtig sei auch ein Unterstützungssystem aus Familie oder Freunden, das einen in seinem Weg bestärke.
Seit 2011 über 85.000 Schüler erreicht
Seit 2011 besuchen ehrenamtliche Integrationsbotschafter Schulen in ganz Österreich und diskutieren mit jungen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund über die Voraussetzungen eines gelungenen Zusammenlebens. Sie motivieren sie, ihren Weg in Österreich zu gehen. Die Zusammen:Österreich-Schulbesuche haben in den letzten elf Jahren bereits über 85.000 Schüler in ganz Österreich erreicht.


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