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Erfolge für Mostviertler Feuerwehr Krenstetten – „Rennen und brennen für Bewerbe“

Michaela Aichinger, 27.09.2022 09:01

KRENSTETTEN. Die Feuerwehr Krenstetten hat seit Jahren ein großes „Bewerbs-Herz“. Das ganze Jahr über – teils mehrmals in der Woche - üben die Florianis und der Erfolg stellt sich immer wieder ein. Heuer waren die Gruppen unter Kommandant Reinhard Irxenmayer auf Landesebene die sechstschnellste Bewerbsgruppe. Auch zu den Bundesfeuerwehrleistungsbewerben in St. Pölten konnte sich die Feuerwehr qualifizieren und schaffte den 9. Rang, niederösterreichweit war man in Silber am zweitschnellsten. 

9er-Gruppe der FF Krenstetten nach erfolgreichem Antreten heuer. (Foto: Wolfgang Zarl)
  1 / 10   9er-Gruppe der FF Krenstetten nach erfolgreichem Antreten heuer. (Foto: Wolfgang Zarl)

Das Mastermind hinter den Erfolgen ist Gottfried Bühringer, der bis vor kurzem Kommandant war. „Krenstetten 2 arbeitete wieder sehr konzentriert und durfte sich über eine fehlerfreie Zeit von 35,93 Sekunden freuen“, so Bühringer, der die Bewerbsmannschaften seit Jahren trainiert. Auch auf Bezirks- und Abschnittsebene erzielte die FF Krenstetten heuer schon viele Erfolge.

Kuppel-Cup „Florian des Mostviertels“

Akribisch werden die Saugschläuche gedreht und die Kupplungsschlüssel in Position gebracht. Jeder Handgriff muss sitzen, jede Zehntelsekunde kann entscheiden, Fehlerpunkte sind bitter. Die Feuerwehr Krenstetten lud kürzlich zum spannenden Kuppel-Cup „Florian des Mostviertels“ ein und die vielen Zuschauer bekamen spannende Wettkämpfe. Federführend organisierte Gottfried Bühringer, früher Kommandant von Krenstetten, die Veranstaltung. „Dahinter stand ein starkes und motiviertes Team“, berichtet der jetzige Kommandant, Reinhard Irxenmayer.

„Aushängeschild für Bewerbssport“

Erstmals durchgeführt im Jahr 2000, zählt der Parallelbewerb um den „Florian des Mostviertels“ längst zu einer fixen Größe im Feuerwehr-Bewerbssport. Dass das so ist, liegt maßgeblich an Gottfried Bühringer, betonte auch Bezirksfeuerwehrkommandant Rudolf Katzengruber bei der Siegerehrung im Festzelt. Er würdigte den Bewerb „als tolle und hochspannende Sache, die von der großen Gemeinschaft innerhalb der Gruppen zeugt“. Für Bühringer, der bei der Moderation mitfieberte und die eigenen Bewerbsgruppen das ganze Jahr über fit hält, ist der Parallelbewerb ein „Aushängeschild für Bewerbssport auf höchstem Niveau und gelebte Kameradschaft unter den Feuerwehren“. Eine Säule für ein starkes Feuerwehrwesen seien diese Bewerbe.

Pokalränge auf Abschnitts- und Bezirksebene

Der Leistungsbewerb – vielen bekannt als 9er-Bewerbe - ist in der Feuerwehr Krenstetten (Gemeinde Aschbach) seit jeher fester Bestandteil in der Ausbildung. Durch kontinuierliche und konsequente Arbeit in diesem Segment können seit mehr als drei Jahrzehnten auf Abschnitts- und Bezirksebene immer wieder Pokalränge erreicht werden. Im Keller des Feuerwehrhauses üben die Kameraden oftmals das Kuppeln – unter professionellen Bedingungen mit Zeituhr, Videostudium und dergleichen.

Sechs Landessiege

Schließlich gelang 2003 sogar der Vizelandesmeistertitel und 2004 der erste Landessieg in Bronze A. Obwohl in dieser langen Zeit Mitglieder ihre Bewerbslaufbahn beendeten oder in die Altersgruppe wechselten, gelang es immer wieder, junge Mitglieder für diese Tätigkeit zu begeistern und so konnten zwischenzeitlich insgesamt sechs Landessiege erreicht werden. Ganz groß ist die Freude über die durchgehende Teilnahme bei den Bundesbewerben seit 1993 in Hallein. Weitere Highlights: Der sechste Platz beim Bundesbewerb 2003 in Innsbruck und der vierte Platz beim Bundesbewerb 2008 in Wien; Der Firecupsieg 2008 beim Landesbewerb in Amstetten; Die Qualifikation und Teilnahme bei der Weltmeisterschaft in Mühlhausen 2013.

Kameradschaftlicher und gesellschaftlicher Zusammenhalt

Warum erscheint der FF Krenstetten der Bewerb ein wichtiger Bestandteil des Feuerwehrwesens? „Vor allem das Bewerbstraining und der Bewerb fördern den kameradschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenhalt der Bewerbsgruppenmitglieder. Durch diese Aktivitäten wird zusätzlich die körperliche Fitness gestärkt. Entscheidend sind nicht die Pokale, die gewonnen werden, sondern das gemeinsame Üben und Teilnehmen an Bewerben, sowie das Vvereinbaren und Erreichen von Zielen (z.B. Erreichen der Leistungsabzeichen in Bronze und Silber)“, erzählten die Krenstettner.


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