Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

ARDAGGER. 2023 ist ein besonderes Jahr für die Marktgemeinde Ardagger, feiert sie doch heuer ihr 1.200-Jahr-Jubiläum. Aus diesem Anlass entstand der Bildband „Kunstjuwel Artagrum“, der zu Beginn des Jubiläumsjahres präsentiert wurde.

Präsentation des Bildbandes (v. l.): Karl Hauer, Pfarrer Gerhard Gruber, Judith Kreuzer, Franz Wurzer, Rudolf Enengel (Foto: Kulturverein KIMSTA)

Die namentliche Nennung von Ardagger und noch weiteren Gemeinden hat ihren Ursprung im Jahr 823. Im Mittelalter gab es keine zentrale Aufzeichnungsstelle, wie heute das Grundbuch, über Besitzverhältnisse von Ländereien. Diese wurden damals zumeist mit Freiheiten und Rechten in Urkunden niedergeschrieben und mussten, vor allem bei Unklarheiten oder Streitigkeiten, immer wieder aufs Neue geregelt und bestätigt werden, damit man die Rechtsansprüche bezeugen konnte. In der Urkunde vom 28. Juni 823 bestätigte Kaiser Ludwig der Fromme dem Hochstift Passau im heutigen Bayern erneut die Schenkungen seines Vaters, Karls des Großen, an das Bistum Passau. 

Zwei Kirchen

Das Besondere für Ardagger ist nicht nur die in der Urkunde erste namentliche Nennung „Artagrum“, sondern auch die Erwähnung zweier Kirchen (lateinisch: „Basilicas duas“), welche im Gemeindegebiet von Ardagger gestanden sind. „Die Örtlichkeit der Gebetsstätten kann nur vermutet werden, da die damaligen ländlichen Kirchen meist aus Holz erbaut waren und oft einem Brand zum Opfer fielen“, erklärt Rudolf Enengel, Leiter des örtlichen Geschichtskreises.

Bildband präsentiert Geschichte der Gotteshäuser

In den vergangenen Jahrhunderten wurden in Ardagger vier Kirchen errichtet, die nun im Bildband „Kunstjuwel Artagrum“ mit ihrer Geschichte dargestellt sind. Die Idee kam von Karl Hauer, der sich mit der Geschichte rund um die Kirchen und Ardagger schon seit vielen Jahren auseinandersetzt. In Zusammenarbeit mit dem Geschichtskreis Ardagger und Pfarrer Gerhard Gruber wurde die Geschichte zu den eigentlich fünf Kirchen erarbeitet. Denn neben den vier Kirchen von Ardagger war auch die Kirche von Zeillern lange im Pfarrverband.

Am Gemeindeamt erhältlich

Die Fotos im Bildband wurden von Franz Wurzer sowie Judith und Thomas Kreuzer erstellt. Die Aufnahmen und die geschichtliche Aufbereitung sind in den siebzig Seiten starken Bildband geflossen, der anlässlich des 1.200-Jahr Jubiläums eine wesentliche Dokumentation darstellt. Der Geschichtskreis Ardagger wird im Frühjahr 2023 auch einen Vortrag rund um „1.200 Jahre Artagrum“ abhalten und den Bildband nochmals vorstellen, der am Gemeindeamt Ardagger erhältlich ist.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden