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BEZIRK AMSTETTEN. Das Bezirksfeuerwehrkommando gab die Leistungsbilanz des Jahres 2022 bekannt: Insgesamt bewältigten die Feuerwehren des Bezirks im Vorjahr 5.101 Einsätze.

Maschinistenausbildung (Foto: Wolfgang Zarl)
  1 / 7   Maschinistenausbildung (Foto: Wolfgang Zarl)

56.728 Stunden waren die Feuerwehrleute laut Statistik bei Bränden oder Technischen Einsätzen im Dienst. Zählt man Übungen und sonstige Feuerwehrtätigkeiten dazu, arbeiteten die sie sogar 484.514 ehrenamtliche Stunden.

89 Feuerwehren im Bezirk

Im Bezirk gibt es 89 Feuerwehren – mit der Betriebsfeuerwehr Voestalpine Werk Kematen gab es eine Neugründung. Die 89 Feuerwehren sind in den sechs Abschnitten Waidhofen-Land, Waidhofen-Stadt, St. Peter, Haag, Amstetten-Stadt und Amstetten-Land organisiert.

Um 255 Mitglieder gewachsen

Bezirksfeuerwehrkommandant Rudolf Katzengruber: „Erfreulich ist der Personalstand: 7.434 Mitglieder engagieren sich in den Feuerwehren des Bezirks, darunter befinden sich 590 Frauen. 5.296 Feuerwehrleute sind im Aktivstand, 1.214 in der Reserve, 727 in der Jugend und 197 in der Kinderfeuerwehr. Insgesamt haben die 89 Feuerwehren des Bezirks jetzt um 255 Mitglieder mehr“.

Verkehrsunfälle & Brandbekämpfung

Katzengrubers Einsatz-Resümee: „Schwere Unwetter blieben unseren Feuerwehren – im Vergleich zu 2021 – eher erspart. Dafür gab es wieder zahllose – fast tägliche - Einsätze bei Verkehrsunfällen mit Menschenrettung und einige größere Brandbekämpfungen im Bezirk Amstetten“. „Unendlich Vieles“ sei im Hintergrund geschehen. Auch zahlreiche und gutbesuchte Ausbildungskurse konnten Katzengruber zufolge wieder wie gewohnt stattfinden. „Die Bewerbe haben wir in den Corona-Jahren besonders vermisst – sie konnten wir nun wieder durchführen“, so der Bezirksfeuerwehrkommandant.

Internationale Einsätze

Die Feuerwehren des Bezirks waren aber nicht nur lokal, sondern auch landes- und europaweit gefragt: Mehrere Tage waren etwa acht Kameraden aus dem Bezirk federführend bei der EU-Übung „Romodex“ in Rumänien dabei; oder als es galt, Hilfsgüter für die Ukraine zu transportieren. „Viel Engagement gibt es auch beim Sonderdienst Waldbrandbekämpfung West, der in Weistrach stationiert ist, und durch Anschaffungen und Ausbildungen bald voll einsatzfähig ist. Dieser Sonderdienst ist eine wichtige Rüstung für künftige Klimaveränderungen“, betont Katzengruber.

Gesellschaftliche Begeisterung für Feuerwehr

Auch die gesellschaftliche Begeisterung für die Feuerwehr sei wieder zurückgekehrt. „Wir kennen zahlreiche Artikel in Medien oder auf Feuerwehr-Websites, die mit dem Satz ‚Nach zwei Jahren Corona-bedingter Pause konnte endlich wieder …‘ beginnen und von vielen Besuchern der Feuerwehrfeste berichten. Etliche Einsatzfahrzeuge und Feuerwehrbauten erfuhren einen verspäteten Segen – immer verbunden mit einem örtlichen Volksfest. Auch von der großen NÖ Landesflorianiwallfahrt am 3. September in Euratsfeld erhoffen wir uns Einiges an Segen für unsere Arbeit“, so der Bezirksfeuerwehrkommandant, der an die Bevölkerung appelliert, vor allem die Kinder im Umfeld für die Feuerwehr zu begeistern: „Denn die Jugend ist unsere Zukunft. Umgekehrt haben wir viel zu bieten: Gemeinschaft, Spaß, Action und wir lehren praktische Fähigkeiten. Daher bitte ich alle, bei der Mitgliederwerbung mitzuwirken!“. Auch „ältere Semester“ seien natürlich bei der Feuerwehr willkommen.

Highlight 2023

Ein „absolutes Highlight für den Bezirk“ im heurigen Jahr seien die Landesfeuerwehrjugendbewerbe im Juli in Winklarn mit 5.000 Jugendlichen.


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