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AMSTETTEN. Amstettner Gemeindemandatare haben eine Ferienwoche für junge Ukrainer organisiert.

Bürgermeister Christian Haberhauer, Vizebürgermeister Markus Brandstetter, Gemeinderätin Helga Seibezeder und Gemeinderätin Michaela Pfaffeneder mit den Jugendlichen aus der Ukraine (Foto: Stadt Amstetten)

Durch ein gemeinsames Hilfsprojekt, bei dem dringend benötigte Generatoren und Leuchtmittel für die vom Krieg betroffene ukrainische Zivilbevölkerung gesammelt wurden, ist die Idee zu einem Jugendlager in Amstetten entstanden.

Organisiert wurde dies gemeinsam durch den Amstettner Vizebürgermeister Markus Brandstetter, Umweltgemeinderätin Michaela Pfaffeneder und Bildungsgemeinderätin Helga Seibezeder (alle ÖVP) mit dem ukrainischen Pater Myroslav Rusyn von der ukrainischen Caritas und dem engagierten Amstettner Michael Wagner.

Vielfältiges Programm

Ein vielfältiges Programm wartete auf die Jugendgruppe, die Amstetten und das Mostviertel erkundete. Dabei gab es sehr viel Unterstützung für das Organisationsteam. „Ich möchte herzlich Danke sagen an die Amstettner Pfadfinder und das Kloster Amstetten, die den Jugendlichen das Quartier gratis zur Verfügung gestellt haben. Aber auch an die Mostbaron-Familie Distelberger, die den Jugendlichen die Kultur unserer Region näherbrachte“, bedankte sich Umweltgemeinderätin Michaela Pfaffeneder.

Zusätzlich gab es neben einer Amstettner Stadtführung sowie Spiel und Spaß auch eine Einladung des Haager Bürgermeisters Lukas Michelmayr (ÖVP) für einen Besuch des Tierparks Haag. Ein Highlight war der Ausflug zum Bauernhof der Familie Pfaffeneder, die bereits seit Jahren ihren Hof mit „Schule am Bauernhof“ für Kinder und Jugendliche öffnet.

„Die Kinder und Jugendlichen hatten eine große Freude den Bauernhof zu erkunden und wollten selbst Hand anlegen und im Stall mithelfen. Zusätzlich gab es am offenen Feuer ein Knackergrillen“, berichtet Bildungsgemeinderätin Helga Seibezeder.

Nach einer intensiven Woche mit den Jugendlichen, bei der das Wetter manche Herausforderung stellte und das Programm kurzfristig neu organisiert werden musste, steht für das Organisationsteam bereits fest, dass an einer Wiederholung eines solchen Jugendlagers gearbeitet werden soll.

„Wir haben verlernt, glücklich zu sein“

„Ein berührender Satz aus einem gemeinsamen Gespräch mit einer Ukrainerin, die uns engagiert unterstützt hat, wird mir unvergessen bleiben. Sie meinte: Wir Ukrainer haben in eineinhalb Jahren Krieg verlernt glücklich zu sein – in dieser Woche durften wir gemeinsam das Glück wieder kennenlernen. Wir werden daher gerne an diesem Projekt weiterarbeiten, denn Kinder sind stets die ersten Opfer in einem Krieg durch den Verlust von Stabilität und Sicherheit. Einige Jugendliche hatten zusätzlich ihren Vater in diesem unsäglichen Konflikt verloren. Wir wollen daher auch weiterhin unsere Kontakte zur ukrainischen Caritas nutzen, um im zivilen Bereich zu helfen und Jugendlichen diese wichtige Auszeit vom Krieg zu ermöglichen“, bedankt sich Brandstetter abschließend bei allen Unterstützern der Ferienwoche.

„Durch das Jugendlager entstanden persönliche Kontakte für die Zukunft. Österreich steht in einer langen Tradition, Brücken zu bauen und in Krisenfällen humanitäre Hilfe zu stellen. Ich freue mich, dass wir diese Tradition weiterentwickeln und ich werde diese Initiative auch gerne weiter unterstützen“, betont Bürgermeister Christian Haberhauer (ÖVP).


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