„Das andere Ende der Straße“ gewinnt den Hauptpreis 2023
WAIDHOFEN/YBBS. Am Freitag, 20. Oktober, ging das vierte Kurz.Film.Zuckerl des Vereins Filmzuckerl in der Filmbühne Waidhofen über die Bühne. Die Jury des Kurzfilmfestivals kürte den Spielfilm „Das andere Ende der Straße“ von Kálmán Nagy zum Sieger. Der Publikumspreis ging an „Aufzeichnungen einer Wetterkamera“ von Bernhard Wenger.

Vor fast vollem Saal ging am Freitagabend die vierte Auflage des Kurzfilmfestivals Kurz.Film.Zuckerl über die Bühne. Filmzuckerl-Obmann Andreas Kössl, der durch den Abend führte, konnte dazu rund 90 Besucher begrüßen, darunter auch Filmemacher und Darsteller sowie ÖVP-Kulturstadträtin Gudrun Schindler-Rainbauer. Gezeigt wurde einmal mehr ein Querschnitt des aktuellen heimischen Kurzfilmschaffens, den der Verein Filmzuckerl aus den zahlreichen Einsendungen zusammengestellt hatte. Die zehn Filme, die zur Aufführung gelangten, demonstrierten dabei sehr schön, die Vielfältigkeit sowie das hohe Niveau des heimischen Kurzfilmschaffens und machten deutlich, dass auch das kurze Filmformat ganz großes Kino sein kann.
Preis der Fachjury an Kálmán Nagy
Im Rahmen des Kurzfilmfestivals wurden auch wieder zwei Preise vergeben. Der mit 1.000 Euro dotierte Hauptpreis, der von einer Fachjury, bestehend aus Dokumentarfilmer Michael Reisecker, Cutter Gernot Grassl, Tonmeister Andreas Hamza, Filmkritikerin Alexandra Zawia und Regisseurin Franziska Pflaum vergeben wurde, ging an den Spielfilm „Das andere Ende der Straße“ von Kálmán Nagy. Der Film folgt einem Vater, der mit seinem neunjährigen Sohn Ábel die Eltern eines Mitschülers aufsucht, weil dieser Ábel angegriffen hat. Das Gespräch läuft aber nicht wie erhofft und stellt Vater und Sohn vor ein moralisches Dilemma. Jurymitglied Michael Reisecker, der beim Festival leider nicht anwesend sein konnte, gab die Juryentscheidung am Ende des Screenings via Video-Zuspieler bekannt. Regisseur Kálmán Nagy, der leider ebenfalls nicht nach Waidhofen kommen konnte, bedankte sich ebenfalls mit einem Videogruß auf der Kinoleinwand.
Publikumspreis an Bernhard Wenger
Auch die Zuschauer des Abends hatten wieder die Möglichkeit, ihren Lieblingsfilm zu küren. So ging der mit 800 Euro dotierte Publikumspreis, der von der Stadt Waidhofen an der Ybbs zur Verfügung gestellt wurde, an den Spielfilm „Aufnahmen einer Wetterkamera“. Regisseur Bernhard Wenger, der bereits 2020 mit seinem Film „Entschuldigung, ich suche den Tischtennisraum und meine Freundin“ den Publikumspreis beim Kurz.Film.Zuckerl einheimsen konnte, zeigt darin in den Bildern schwenkender Wetterkameras skurrile Momentaufnahmen aus einem großen Skigebiet, in denen vor traumhaften Bergpanoramen beiläufig zwischenmenschliche Grenzen überschritten werden.


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