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AMSTETTEN. Am 8. Dezember lädt die Pfarre Amstetten Herz Jesu bei der 9.30 Uhr-Messe in die Herz-Jesu-Kirche zu einem Besuch des heiligen Nikolaus.

Der heilige Nikolaus kommt ... (Foto: Wolfgang Zarl)
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Die Gestalt des heiligen Nikolaus könne „wichtige Werte wie Nächstenliebe, Solidarität und Orientierung“ vermitteln und damit unabhängig von der religiösen Zugehörigkeit der Kinder gefeiert werden, betont die katholische Jungschar.

Auch in anderen kulturellen Kontexten und nicht nur von Kindern werde der Heilige Nikolaus geschätzt, denn er sei Vorbild für soziales Handeln, „das auch heute noch Menschen jeden Alters inspiriert“.

Wer war der Heilige Nikolaus?

Der Heilige Nikolaus war im 4. Jahrhundert Bischof von Myra (heute: Demre) in der heutigen Türkei. Als Sohn reicher Eltern soll er sein ererbtes Vermögen unter den Armen verteilt haben. Um den Heiligen - einer der am meisten verehrten der Christenheit - ranken sich zahlreiche Legenden.

Nach einer davon erweckte Nikolaus drei ermordete Schüler wieder zum Leben. Einer anderen Legende nach schenkte er drei Mädchen heimlich Gold für die Aussteuer, um sie vor der Tempelprostitution zu retten.

Aus diesen Gründen gilt er auch als Schutzpatron der Kinder und wird mit Bibel, drei goldenen Kugeln oder einem goldenen Säckchen dargestellt.

„Kinderbischof“ im Mittelalter

Der Brauch, den Nikolaus speziell zu den Kindern zu schicken, stammt aus dem Mittelalter: Klosterschüler wählten am Vorabend des Festes einen „Kinderbischof“. Abt oder Bürgermeister gaben die Herrschaft für einen Tag symbolisch in die Hände der Kinder.

Der „Kinderbischof“, bekleidet mit einer Mitra und den Gewändern eines Bischofs, „visitierte“ die Klosterschule und tadelte oder belohnte mit Süßigkeiten.

„Heutzutage geht es aber um eine Froh- statt um eine Drohbotschaft“, heißt es seitens der Amstettner Salesianer.


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