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Online Redaktion, 05.02.2025 12:06

NÖ. Der Landesverband Hospiz NÖ macht auf eine neue Ausbildungsmöglichkeit in der ehrenamtlichen Kinderhospizbegleitung aufmerksam. Wer Sterben als Teil des Lebens sehen kann, gerne Zeit schenkt und offen für Begegnungen – auch in herausfordernden Momenten – ist, kann sich noch bis inklusive 28. Februar zum Kombinationslehrgang anmelden.

 (Foto: Adobe Stock/Evrymmnt)
(Foto: Adobe Stock/Evrymmnt)

Die Hospizbewegung lebt von Menschen, die sich mit Herz und Engagement für schwerstkranke und sterbende Menschen sowie für deren Angehörige einsetzen. Um die Qualität und den Umfang der ehrenamtlichen Hospizarbeit in Niederösterreich weiter auszubauen, bietet der Landesverband Hospiz NÖ regelmäßig fundierte Ausbildungsmöglichkeiten an. Einen Meilenstein stellt der Kombinationslehrgang (Grundkurs für Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleitung plus Aufbaukurs Kinderhospizbegleitung) dar, der Interessierten eine umfassende Vorbereitung für die verantwortungsvolle Aufgabe in der Begleitung angesichts der Begrenztheit des Lebens bietet.

Zeit schenken, zuhören, Trost spenden

Ehrenamtliche Hospizbegleiter sind das Herzstück von Hospiz und Palliative Care. Sie schenken Zeit, hören zu, spenden Trost und begleiten Menschen in einer sensiblen Phase ihres Lebens. „Diese Arbeit kann nicht in Zahlen gemessen werden – es sind die kleinen, intensiven Momente, die zählen: ein ehrliches Lächeln, ein letzter Wunsch, ein stiller Händedruck, wenn das gesprochene Wort oft überflüssig wird“, betont Petra Kozisnik, Geschäftsführerin Landesverband Hospiz NÖ. „Wer sich für diesen Weg entscheidet, wird selbst mit bereichernden Erfahrungen beschenkt.“

Ausbildung mit Weitblick

In insgesamt 120 Stunden Theorie, 40 Stunden Praktikum und Exkursionen werden die Teilnehmer im Kombinationslehrgang auf ihre zukünftige Aufgabe vorbereitet. Sie lernen nicht nur fachliche Grundlagen, sondern stärken auch ihre zwischenmenschlichen Fähigkeiten: Einfühlungsvermögen, Reflexionsfähigkeit und die Bereitschaft, sich auf emotionale Begegnungen einzulassen. Die Begleitung findet überwiegend im privaten Wohnumfeld der betroffenen Familien statt, aber auch in Pflege- und Betreuungseinrichtungen, Krankenhäusern und stationären Hospizen. Das Hauptziel der Hospizbegleitung - für Erwachsene und Kinder gleichermaßen – ist die Verbesserung der Lebensqualität der betroffenen Kinder, Jugendlichen wie auch Erwachsenen und deren Familien, Schaffung von Stabilität und Entlastung wie auch die Sicherstellung einer kontinuierlichen Begleitung, auch über den Tod hinaus.

Für wen ist die Ausbildung geeignet

„Für die Ausbildung sind keine medizinisch-pflegerischen Vorkenntnisse erforderlich. Wichtig sind jedoch Offenheit, Empathie und die Bereitschaft, sich auf Menschen und ihre Geschichten einzulassen“, erklärt Lehrgangsleiterin Michaela Gattinger. Die Teilnahme am Kombinationslehrgang ist mit einer schriftlichen Vereinbarung über eine zukünftige ehrenamtliche Mitarbeit kostenfrei. Die Gesamtkosten in Höhe von 1.900 Euro werden zur Gänze übernommen. Interessierte können sich bis zum 28. Februar für den Kombinationslehrgang (Grundkurs für Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleitung plus Aufbaukurs Kinderhospizbegleitung) anmelden. Die Anzahl der Teilnehmer ist jedoch begrenzt.


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