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NÖ. Endlich geht die Saison in der lebendigen Speisekammer im Garten, auf der Terrasse und am Balkon richtig los! Ab den Eisheiligen Mitte Mai darf auch kälteempfindliches Gemüse nach draußen übersiedeln. Damit Kürbis, Chili, Paradeiser und Co. gesund und kräftig wachsen, bedarf es vor allem hochwertiger Erde.

Torffreie Pflanzerde (Foto: „Natur im Garten“ / S. Kolbinger)
Torffreie Pflanzerde (Foto: „Natur im Garten“ / S. Kolbinger)

Die Initiative „Natur im Garten“ empfiehlt, ausschließlich Erden zu kaufen, deren Verpackung mit dem Wort „torffrei“ gekennzeichnet ist, denn torffreie Erde ist klima- und umweltschonend.

Breites Sortiment

„Der Fachhandel bietet ein breites Sortiment an hochqualitativen, torffreien Substraten für den Privatgartenbereich an. Beim Einkauf der Pflanzerde sollte man darauf achten, dass auf der Verpackung das Wort ‚torffrei‘ angeführt ist. Diese Erden sind häufig mit dem österreichischen Umweltzeichen oder dem ‚Natur im Garten‘ Gütesiegel gekennzeichnet. Sie garantieren den Verzicht auf Torf in Erdmischungen und somit den Schutz unserer Moore, die einzigartige Lebensräume und wertvolle Wasserspeicher sind“, so Katja Batakovic, fachliche Leiterin der Bewegung „Natur im Garten“.

Erde richtig lagern – kühl und schattig

Im Handel, beim Kauf und auch zu Hause ist es wichtig, auf die richtige Lagerung von Pflanzerden zu achten. Hitze und pralle Sonne sind ungeeignete Bedingungen zur Lagerung der Substrate, Kälte hingegen ist kein Problem.

Die Nährstoffe von Erdmischungen werden von Milliarden von Mikroorganismen umgesetzt, wodurch sie den Pflanzen dann im Beet oder Pflanzgefäß optimal aufbereitet zur Verfügung stehen. Durch die Lagerung in der prallen Sonne und folglich hohe Temperaturen wird dieser Prozess aber übermäßig angekurbelt und findet bereits im Erdsack, und nicht wie gewünscht im Beet oder Pflanztopf, statt.

Wird die Pflanzerde also zu warm gelagert, werden die wertvollen Nährstoffe zu früh freigesetzt und stehen dann den Pflanzen im Beet oder Pflanztopf nicht mehr im vollen Umfang zur Verfügung.

Mikroorganismen können durch Hitze absterben

Bei langandauernd allzu hohen Temperaturen können die Mikroorganismen auch absterben und der für die Pflanzen wertvolle Prozess der Nährstoffaufbereitung durch die Mikroorganismen kommt zum Stillstand.

Überwärmung kann zudem ungünstige pH-Wert Veränderungen bedingen. Die gelagerten Erden sollten jedenfalls keinen unangenehmen Geruch aufweisen.

Erde wieder aufwerten

Wie bei allen Erden verursacht eine unsachgemäße Lagerung also eine Minderung der Qualität der Erde. Daher sollten die Substrate kühl, schattig, wenn möglich bei gleichbleibenden Temperaturen, gelagert werden.

Sollte die Lagerung schon sehr lange andauern, oder sogar bereits suboptimal erfolgt sein, kann die Erde vor dem Gebrauch durch Beimengung von Kompost, Gießen mit Komposttee oder Effektiven Mikroorganismen sowie durch eine Aufdüngung mit Schafwollpellets belebt, aufgewertet und ganz normal als Pflanzenerde verwendet werden.

Was man bei der Nutzung torffreier Erden beachten sollte sowie bewährte Rezepte für eigene Erdmischungen erfährt man in der „Natur im Garten“-Broschüre „Torffreie Substrate“ unter www.naturimgarten.at/broschüren


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