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AMSTETTEN. Sundos A. und ihre fünfköpfige Familie ist wegen religiöser und politischer Verfolgung und des Kriegszustandes aus dem Irak nach Libyen geflohen.

Die Menschen, die sich gegen die Abschiebung von Sundos A. und ihren Söhnen einsetzen, haben bis jetzt zirka 800 Unterschriften für ihren Verbleib in Amstetten gesammelt. Foto: Leeb

Wegen Diskriminierungen und Plünderungen setzten sie ihre Flucht über das Mittelmeer nach Italien fort, wo sie von ihrem Gatten und zwei der Kinder getrennt wurde. Im September 2014 erreichte sie mit ihren Söhnen Abdallah (10) und Mohammad (20) das Erstaufnahmelager Traiskirchen. Seit ihrer Umsiedlung nach Amstetten im Jänner 2015 nutzen Sundos A. und ihre Söhne nun jede Gelegenheit, um sich im kulturellen und gesellschaftlichen Leben einzubringen. Sundos und Mohammad besuchen regelmäßig Deutschkurse und der junge Abdallah die Volksschule. Auf diese Weise haben sie laut den Menschen, die sich für sie einsetzen, nicht nur viele Freundschaften geschlossen und ein neues Zuhause gefunden, sondern auch einen wichtigen Beitrag zum verständnisvollen Miteinander geleistet. Ungeachtet dessen, hat die Familie vor vier Wochen einen negativen Asylbescheid erhalten, der sich auf das Dublin III Abkommen der EU beruft. Danach ist jenes Land für die Behandlung des Asylantrages zuständig, wo der Flüchtling erstmals EU-Boden betreten hat. In Sundos Fall wäre das Italien. Die Fremdenpolizei hat jetzt kürzlich die Söhne in der Schule aufgegriffen. Sundos A. war zu dieser Zeit in Linz und leistete Dolmetschtätigkeiten. Auf dem Rückweg nach Amstetten verschlechterte sich ihr Zustand derart, dass sie von der begleitenden Lebens- und Sozialberaterin Monika Distelberger in das Landeskrankenhaus Mauer gebracht wurde. Nach ihrer Entlassung wurde auch die Fremdenpolizei wieder tätig. Da diesmal Sundos sich beim Abschiebeversuch selbst verletzen wollte, wurde sie bis auf Weiteres in das LKH nach Mauer gebracht.


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