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AMSTETTEN. Die Arbeiterkammer zog Bilanz über das Jahr 2017 im Bezirk Amstetten. In diesem Jahr führte die Bezirksstelle Amstetten 9854 Beratungen durch und erwirkte 4.386.000 Euro für die Mitglieder.

AK-Bezirksstellenleiter Robert Schuster und Kammerrätin Susanne Schwingenschlögl zogen Bilanz.
AK-Bezirksstellenleiter Robert Schuster und Kammerrätin Susanne Schwingenschlögl zogen Bilanz.

AMSTETTEN. Rechnet man die 9854 Beratungen der Arbeitekammer Bezirksstelle Amstetten auf Arbeitstage hoch, dann kommt man auf einen Schnitt von 37 Beratungen pro Tag. Entsprechend stolz ist Bezirksstellenleiter Robert Schuster auf sein Team. „Das ist eine harte Arbeit, denn wir werden vor allem mit Problemen konfrontiert. Umso größer ist dann die Freude, wenn wir wem helfen können“, erklärt Schuster.

Schuster nennt ein Beispiel aus dem Gastgewerbe. Eine Arbeitnehmerin hatte sich im Betrieb an der Kühlraumtüre verletzt. Der Arbeitgeber verlangte von ihr, dass sie im Krankenhaus angeben soll, es sei ein Freizeitunfall gewesen und er werde sich sicher nicht kündigen. Doch ohne ihr Wissen hatte der Dienstgeber sie während des Krankenstandes ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist von der Sozialversicherung abgemeldet. „Wir haben ihr geraten, dass sie eine Niederschrift bei der NÖGKK machen soll, um gegen die Abmeldung vorzugehen. Beim Arbeitgeber forderten wir die ausständigen Ansprüche für ein ordentlich beendetes Arbeitsverhältnis ein“, so Schuster. „Schließlich hatte der Gastwirt ein Einsehen und überwies rund 1375 Euro, um die noch nicht geleisteten Zahlungen zu begleichen.“

„Landesweit gab es besonders viele Anfragen zum Thema Krankenstand. Immer wieder sind Arbeitnehmer im Krankenstand mit mehr oder weniger freiwilligen Beendigungen der Arbeitsverhältnisse konfrontiert“, erklärt Kammerrätin Susanne Schwingenschlögl: „Die Kosten werden so auf die Allgemeinheit, abgewälzt.“

Die Zahlen sprechen für sich: Insgesamt konnte die Arbeiterkammer für die Mitglieder 4.385.995 Euro heraus holen. Das umfasst sowohl die Steuerrückholaktion wie den Konsumentenschutz. In der Zahl sind 3.073.095 Euro enthalten, die die Arbeiterkammer im Arbeits- und Sozialrecht eingebracht hat. Davon entfallen 1.556.217 Euro auf Insolvenzvertretung.


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