Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt
tips.at als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen

Arbeiterkammer: 4,6 Millionen Euro für Mitglieder des Bezirkes Amstetten erwirkt

Norbert Mottas, 02.03.2019 16:22

AMSTETTEN. Bei der Präsentation der Bilanz 2018 konnte der Arbeiterkammer-Bezirksstellenleiter Robert Schuster auf 4,6 Millionen Euro verweisen, die die Arbeiterkammer im Bezirk Amstetten für ihre Mitglieder erwirkt hat.

AKNÖ-Vizepräsident Michael Fiala und Bezirksstellenleiter Robert Schuster (v. l.) Foto: mott
AKNÖ-Vizepräsident Michael Fiala und Bezirksstellenleiter Robert Schuster (v. l.) Foto: mott

AMSTETTEN. Insgesamt hat die Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ) im Jahr 2018 für die Mitglieder des Bezirkes Amstetten 4.653.712 Euro erwirkt. Darin sind die Arbeitnehmerveranlagungen, Insolvenzen, Interventionen und Konsumentenschutz zusammen gefasst. 10.475 Menschen haben sich im Laufe des Jahres an die Bezirksstelle Amstetten gewandt.

Großteil außergerichtlich gelöst

Bei der Präsentation der Jahresbilanz verweist Bezirksstellenleiter Robert Schuster auf eine Besonderheit des Mostviertels hin. Hier werden zirka 75 Prozent aller arbeitsrechtlichen Interventionen außergerichtlich gelöst. „Oft genügt ein Anruf bei den betroffenen Firmen oder ein Brief, um Probleme zu lösen. Grundsätzlich herrscht hier ein gutes Verhältnis zwischen Dienstgebern und Dienstnehmern.“ In anderen Regionen Österreichs reagieren viele Arbeitgeber erst gar nicht und lassen es auf einen Gerichtsprozess ankommen.

AKNÖ-Vizepräsident Michael Fiala erklärt, dass die AK die Mitglieder in den unterschiedlichsten Bereichen der Arbeitswelt vertreten: „Das reicht von nicht ausbezahlten Überstunden über Insolvenzen und ungerechtfertigte Entlassungen bis hin zu Bezahlungen unterhalb des Kollektivvertrages sowie nicht ausbezahlten Löhnen, Gehältern oder Abfertigungen.“

Lohn schuldig geblieben

Als Beispiel schildert Schuster den Fall eines Installateurs, dem der Arbeitgeber bereits zehn Monatsgehälter schuldig war. Inklusive Urlaubs- und Weihnachtsgeld waren 27.000 Euro zusammen gekommen. Auf Intervention der Arbeiterkammer wurde eine Ratenzahlung vereinbart. Das ist kein Einzelfall. Schuster: „Da gibt es Menschen, die ihren Kindern keine Weihnachtsgeschenke kaufen konnten, ihre gesamten Ersparnisse aufbrauchen und ihr Konto überziehen mussten, weil ihnen Dienstgeber den Lohn schuldig blieben.“

Sehr stark häufen sich Kündigungen im Krankenstand. Schwarze Schafe unter den Dienstgebern bleiben die Entgeltfortzahlung schuldig.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Kultur, Kulinarik und Kurzurlaub: So vielfältig ist der Winter in Niederösterreich

Kultur, Kulinarik und Kurzurlaub: So vielfältig ist der Winter in Niederösterreich

NÖ. Die Städtekampagne der Niederösterreich Werbung zeigt, wie vielfältig Winterurlaub in Baden, Krems, Retz und Co. sein kann.

Tips - total regionalMichaela Aichinger
Sicheres Silvester: Pyrotechnik-Experten warnen vor illegalem Feuerwerk

Sicheres Silvester: Pyrotechnik-Experten warnen vor illegalem Feuerwerk

NÖ. Produzenten und Händler warnen: Illegale Produkte und Unwissenheit führen zu Unfällen – und schaden damit auch verantwortungsvoll arbeitenden ...

Tips - total regionalMichaela Aichinger
Stadt Amstetten lädt zum Neujahrstreffen mit Sternwanderung

Stadt Amstetten lädt zum Neujahrstreffen mit Sternwanderung

AMSTETTEN. Mit einem Neujahrstreffen im Festsaal des Landesklinikums Mauer stimmt sich die Stadt Amstetten am Sonntag, dem 11. Jänner 2026, ...

Tips - total regionalMichaela Aichinger
Wunschbaum-Aktion bringt Kindern aus dem Kidsnest Amstetten Weihnachtsfreude

Wunschbaum-Aktion bringt Kindern aus dem Kidsnest Amstetten Weihnachtsfreude

AMSTETTEN. Wenn kleine Weihnachtswünsche groß werden, ist in Amstetten wieder Wunschbaumzeit. Bereits unzählige Wünsche konnten mit dem Wunschbaum ...

Tips - total regionalMichaela Aichinger
Amstetten auf dem Weg zur klimaneutralen Stadt bis 2040

Amstetten auf dem Weg zur klimaneutralen Stadt bis 2040

AMSTETTEN. Amstetten nimmt an der Forschungsinitiative „klimaneutrale Stadt“ teil und arbeitet daran, die lokalen Klimamaßnahmen in die ...

Tips - total regionalMichaela Aichinger
Wirtschaftskammer NÖ startet Onlineportal für Bürokratieabbau 

Wirtschaftskammer NÖ startet Onlineportal für Bürokratieabbau 

SANKT PÖLTEN. Die Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) fordert „konsequenten Bürokratieabbau“ und startet ein Onlineportal zur Meldung ...

Tips - total regionalMichaela Aichinger
Weitere Beiträge