Gespräche mit Jugendlichen sollen Lärmbelästigung im Schulpark ein Ende bereiten

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Thomas Lettner Thomas Lettner, Tips Redaktion, 15.07.2019 15:15 Uhr

AMSTETTEN. Anrainer des Schulparks und Bewohner des Betreuten Wohnens beklagten sich schon des Öfteren über Lärmbelästigung. Nun wurden erste Maßnahmen gesetzt, um dem Problem Herr zu werden.

„Wir hatten eine permanente Lärmbelästigung“, sagt eine Bewohnerin des Betreuten Wohnens in der dem Schulpark angrenzenden Kirchenstraße. Jugendliche hätten ab dem späten Nachmittag bis in die Nacht hinein getrunken und Drogen genommen. Für Ärger sorgten auch Mopedfahrer. Dasselbe Problem habe es am Krautberg und am nahen Spielplatz gegeben.

Tafeln mit Parkregeln werden aufgestellt

In Versammlungen berieten sich die Bewohner. „Einige von uns gehen nun öfter in den Park. Seitdem ist es besser geworden. Einige Jugendliche grüßen sogar, und die Stadtpolizei fährt öfter durch“, erzählt die Bewohnerin. Neben laufenden Kontrollen der Polizei werden nächste Woche Tafeln mit den Parkregeln (Leinenpflicht für Hunde, Alkoholverbot, Radfahrverbot, Müllbeseitigung und Lärmvermeidung) aufgestellt. Die Organisation Westrand wird weiterhin das Gespräch mit den Jugendlichen suchen.

Einsatz von Mediatoren

Die ÖVP Amstetten will Mediatoren zwischen den Jugendlichen und den Senioren als Vermittler einsetzen. „Mediation bedeutet gleichberechtigt und freiwillig mit einem Vermittler an einem Tisch zu sitzen, um eine für alle tragfähige Lösung zu finden. Gerade in einer Zeit, wo Kommunikation verstärkt über soziale Medien läuft, gewinnt man immer stärker den Eindruck, dass die Menschen es verlernen, miteinander zu reden“, sagte Gemeinderat Markus Brandstetter (ÖVP).

ÖVP fordert Aufstockung der Polizei

Zusätzlich zu den Mediatoren fordert die ÖVP eine personelle Aufstockung der Stadtpolizei, eine verstärkte Kontrolle und Präsenz in den Grätzeln zu den unterschiedlichsten Tageszeiten sowie die Anschaffung von E-Bikes für die Stadtpolizei. „Wir haben bereits vor zwei Jahren die Anschaffung von E-Bikes für die Stadtpolizei angeregt. Mit diesen können die Beamten zwischen den Wohnbauten am Krautberg, der Parksiedlung, aber auch der Innenstadt unterwegs sein und sichtbare Präsenz zeigen“, betonte Stadtrat Andreas Gruber.

Mediationstermin bei Bedarf

Für Gerhard Riegler, den Stadtparteivorsitzenden der SPÖ Amstetten, ist bei der Stadtpolizei genug Personal vorhanden. E-Bikes seien grundsätzlich keine schlechte Idee, aber aufgrund der Nähe der Stadtpolizei zum Schulpark in diesem Zusammenhang nicht nötig. Man wolle nun schauen, wie sich die Situation entwickelt. Dann könne man bei Bedarf einen Mediationstermin zwischen den Jugendlichen und Anrainern vereinbaren, so Riegler.

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