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ALLERSDORF. Nach dem Abriss des stillgelegten Wasserwerks im Frühjahr 2019 entstand eine neue Brunnenanlage, die im Februar 2020 in Betrieb genommen wurde. Diese sichert die Versorgung der Bewohner mit Trinkwasser. Zusätzlich wurde die Anlage mit einem Notstromaggregat ausgestattet.

  1 / 3   (v.l.) Wassermeister Wolfgang Hackl, Stadtrat Heinz Ettlinger und Stadtwerke-Direktor Jürgen Hürner in der neuen Brunnenanlage Foto: Stadtwerke Amstetten

Für die Stadtwerke Amstetten bedeutet die Versorgungssicherheit eine fundamentale Säule ihrer Unternehmensstrategie. Um diese dauerhaft gewährleisten zu können, sind laufende Investitionen erforderlich. So wurde im Frühling 2019 die alte Brunnenanlage in Allersdorf, die von 1929 bis 1989 die Amstettner Bevölkerung mit Wasser versorgt und bis 1995 als Wasser-Notversorgung für die Brunnen „Wassering“ (Baujahr 1972) und Doislau (Baujahr 1995) gedient hat, abgetragen und eine neue, hochmoderne Brunnenanlage gebaut.

Wasserschutzgebiet

Für die Umsetzung des Projektes „Neubau Wasserwerk 1“ war es im Vorfeld notwendig, das bestehende Wasserschongebiet in ein den heutigen Anforderungen entsprechendes Wasserschutzgebiet umzuwandeln, was nach jahrelangen Verhandlungen auch gelang. Für die neue Förderanlage wurden zwei Vertikalfilterbrunnen mit 15 Metern Tiefe gebohrt und ein neues, modernes Pumpenhaus errichtet.

Notstrom-Aggregat

„Das Besondere an dieser Brunnenanlage ist jedoch ein stationäres Notstromaggregat, das die Trinkwasserversorgung auch bei längerem Stromausfall sichert, denn die Pumpen benötigen zur Förderung des Wassers Strom – und zwar laufend“, erklärt Wassermeister Wolfgang Hackl die Tragweite dieser Investition.

Notwasserversorgung sichergestellt

Neben diesem stationären Aggregat verfügen die Stadtwerke Amstetten für den Ernstfall noch über neun weitere, mobile Notstromaggregate, sodass beispielsweise durch einen längeren Stromausfall auch eine Notwasserversorgung sichergestellt werden kann. „Auch die Erhöhung der möglichen Fördermenge durch unseren neuen Brunnen ist eine wichtige Investition in die Zukunft, da wir so die Trinkwasserversorgung für die Menschen und Betriebe in der Region noch besser absichern können“, so Hackl zur neuen technischen Ausstattung.

Die offizielle Eröffnung mit Möglichkeit zur Besichtigung ist am österreichweiten Trinkwassertag, der am 19. Juni 2020 stattfindet, geplant.

Fakten zum Wasserwerk in Allersdorf:

Zwei Vertikalfilterbrunnen mit maximaler Fördermenge von 100 Liter pro Sekunde

Stationäres Notstromaggregat: ein wassergekühlter 6-Zylinder-Motor mit 158 kWm-Leistung betreibt per Kupplung einen bürstenlosen Synchrongenerator mit 185 kVA-Nennleistung

Verhandlung des Projektes: 2005 – 2014

Beginn der operativen Planung: 2016

Abbruch der alten Anlageteile und Start der Bauarbeiten: 2019

Inbetriebnahme: Februar 2020


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