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Wirtschaftsraum Amstetten GmbH: Bündnis für Arbeit und Wirtschaft gegründet

Michaela Aichinger, 18.11.2020 19:57

AMSTETTEN. Eine Pressekonferenz von VP-Bürgermeister Christian Haberhauer und den Bürgermeistern von 13 Umlandgemeinden markierte den Start für eine langfristige, interkommunale Kooperation – die „Wirtschaftsraum Amstetten GmbH (WRA)“.

Pressekonferenz im Rathaussaal: 1. Reihe (v.l.) Vzbgm. Markus Brandstetter, LAbg. Bgm. Michaela Hinterholzer, Bgm. Christian Haberhauer, Bgm. Johannes Pressl, LAbg. Bgm. Anton Kasser; 2. Reihe (v.l.): GR Christian Schrammel, GR Christopher Hager, Vzbgm. Gerhard Riegler, Bgm. Martin Schlöglhofer, Bgm. Christoph Haselsteiner Foto: Stadtgemeinde Amstetten

Die Gründung der Wirtschaftsraum Amstetten GmbH ist ein laut Bürgermeister Haberhauer in Österreich bisher einzigartiger Zusammenschluss. Teil der Gesellschaft sind die Stadtgemeinde Amstetten und die 13 Umlandgemeinden Allhartsberg, Ardagger, Aschbach, Euratsfeld, Ferschnitz, Neuhofen an der Ybbs, Neustadtl an der Donau, Oed-Öhling, St. Georgen am Ybbsfelde, Viehdorf, Wallsee-Sindelburg, Winklarn und Zeillern.

Neue Betriebsflächen entwickeln

Die „Wirtschaftsraum Amstetten GmbH (WRA)“ wird an der Entwicklung neuer Betriebsflächen in den Gemeinden beteiligt sein und Betriebsansiedlungen koordinieren.Durch die langfristige, interkommunale Kooperation soll der Wirtschaftsraum gemeinsam entwickelt werden.

Gemeinden bringen Eigenkapital ein

Die Gesellschaft wird von den Gemeinden mit Eigenkapital ausgestattet, wobei die Anteile zu 55 Prozent auf die Stadtgemeinde Amstetten und zu 45 Prozent auf die Umlandgemeinden entfallen. Ein Kommunalsteuerausgleich unter den Gemeinden soll dafür sorgen, dass Erträge aus neu hinzukommenden Flächen nach einem transparenten Schlüssel aufgeteilt werden.

„Jahrhundert-Kooperation“

Bürgermeister Haberhauer spricht von einer „Jahrhundert-Kooperation“ mit den Umlandgemeinden und von einer „wegweisenden Entwicklung“: „Der Wirtschaftsraum Amstetten umfasst insgesamt 14 Gemeinden und 54.918 Einwohner. Durch die besondere geographische Lage der Gemeinden und die damit verbundene Anbindung an wichtige Infrastrukturen finden Betriebe schon jetzt ideale Standorte vor. Alle Gemeinden der Gesellschaft ziehen an einem Strang, wodurch der Wirtschaftsraum noch stärker auftritt.“

„Betriebsansiedelungen unter Schonung der Resscourcen“

„Mit der WRA können wir es schaffen, die hohe wirtschaftliche Dynamik und damit Arbeitsplätze in und rund um die Stadt Amstetten abzusichern und noch auszubauen. Gleichzeitig verfolgen wir das Ziel, dass Betriebsansiedlungen ressourcenschonend und an geeigneten Standorten in interkommunaler Abstimmung erfolgen“, so VP-Landtagsabgeordnete und Bürgermeisterin Michaela Hinterholzer.

„Aufgaben gemeinschaftlich erledigen“

VP-Landtagsabgeordneter und Bürgermeister Anton Kasser freut sich sehr darüber, dass es gelungen ist, diesen gemeinsamen Wirtschaftsraum zu bilden: „Es ist für die Gemeinden schon viele Jahrzehnte gelebte Praxis, Aufgaben gemeinschaftlich zu erledigen, zum Beispiel im Zuge des Gemeindedienstleistungsverbands Amstetten. Die neu gegründete Wirtschaftsraum Amstetten GmbH ist eine neue Seite im Buch der Zusammenarbeit der Gemeinden. Dafür braucht es Mut, Weitblick, aber vor allem Vertrauen in eine gemeinsame Zukunft, und eine erfolgreiche Entwicklung der Region. In den Vorgesprächen wurde allen sehr schnell bewusst, dass wir nur gemeinsam, die Stadt Amstetten und die Umlandgemeinden, als starke Region wahrgenommen werden. Und genau darum geht es in Zukunft. Dass wir als Region selbstbewusst nach außen auftreten und im Miteinander die Stärken jeder Gemeinde zum Wohl aller nutzen. Diese Weg beginnen wir heute und ich bin zuversichtlich, dass er uns alle in eine gemeinsame, gute Zukunft führen wird.“

„Fast schon historisches Zeitfenster“

VP-Bürgermeister Johannes Pressl spricht von einem „fast schon historischen Zeitfenster“, das genutzt wurde. Wichtige Faktoren seien „eine Bürgermeisterrunde, die sich gut versteht, das neue NÖ Raumordnungsgesetz sowie die Möglichkeit, Liegenschaften inmitten der Stadt Amstetten von den ÖBB zu erwerben“.

Geschäftsführer gesucht

Die Geschicke der Gesellschaft sollen in die Hände eines Geschäftsführers gelegt werden, der per Headhunter gesucht wird. Zu den ersten Projekten zählen laut Bürgermeister Haberhauer die Entwicklung des ÖBB-Areals um den Bahnhof Amstetten und die Entwicklung eines Masterplans für die Region.


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