Amstettner Bürger fordern Mitsprache bei Freibad-Plänen
AMSTETTEN. Die Pläne der türkis-grünen Stadtregierung für das Naturbad Amstetten haben hohe Wellen geschlagen. Rund um die Amstettnerin Claudia Kern hat sich eine überparteiliche Interessensgruppe gebildet. Nun gab es ein erstes Treffen.

„Mit unserer Bürgerinitiative wollen wir zeigen, dass man nicht einfach alles, was die Gemeindepolitik in Sachen Naturbad vorgibt, einfach hinnehmen muss. Es ist wichtig, dass jede Altersgruppe ihre Bedürfnisse formuliert und dass wir in der Badplanung mitbestimmen können. So werden wir eventuell auch ein Umdenken erreichen“, erklärt Claudia Kern.
Vereine verlieren Trainingsmöglichkeit
Schon als Kind war die Amstettnerin oft im Freibad zu finden: „Als ich von den neuen Plänen der Stadtgemeinde gehört habe, musste ich einfach etwas unternehmen.“ Besonders sauer stößt der Bürgerinitiative auf, dass durch den Neubau des Hallenbades Vereine etwa zwei Jahre lang keine Trainingsmöglichkeit in Amstetten haben. „Eine Alternative wäre, zuerst in direkter Nähe zum derzeitigen Hallenbad ein 25 Meter-Becken zu errichten und dieses mittels Traglufthalle winterfest zu machen. Dann hätte man Zeit, das Hallenbad zu renovieren“, so Kern, die im Allgemeinen eher auf Renovierung und Sanierung des derzeitigen Bestandes setzt.
Erhalt des Naturbadeteiches
Ihre Initiative engagiert sich auch für den Erhalt des Naturbadeteiches. „Er ist mehr als eine Badestelle: Hier finden auch viele Tiere ihren Lebensraum. Außerdem stellt der Bereich rund um den Teich eine Relaxzone für viele Menschen ohne eigenen Garten dar“, ist Kern überzeugt. Auch in Sachen Sauna sieht sie noch viele offene Fragen.
„Alle Interessensgruppen an einen Tisch“
Die Amstettnerin sammelt derzeit alle erhaltenen Anregungen und Ideen. Danach strebt sie ein Gespräch mit VP-Bürgermeister Christian Haberhauer an: „Es gibt Verbesserungsbedarf bei den derzeitigen Plänen. Alle Interessensgruppen gehören an einen Tisch“, so Kern.


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