Junge Wirtschaft Amstetten: „Wir lassen uns nicht unterkriegen“

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Michaela Aichinger Michaela Aichinger, Tips Redaktion, 21.10.2021 06:08 Uhr

BEZIRK. 2021 wurde Gregor Riedler als Vorsitzender der Jungen Wirtschaft Amstetten bestätigt. Mit Tips sprach der Unternehmer über die Themen und Herausforderungen von Jungunternehmern in der Region.

Die Junge Wirtschaft ist im Rahmen der Wirtschaftskammer eine Plattform für Unternehmer beziehungsweise unternehmerisch denkende Personen. Die Alters-Obergrenze für Mitglieder liegt bei 40 Jahren. „Wir vermitteln die Bedeutung von Unternehmertum für die Gesellschaft. Wir sind stolz darauf, Arbeitsplätze zu schaffen und Wohlstand zu sichern – egal ob als Start-up oder als Familienbetrieb“, informiert Riedler.

Unternehmerisches Wissen aufbauen und weitergeben

Die Junge Wirtschaft besteht aus verschiedensten Charakteren unterschiedlichster Branchen. „Wir fördern den Aufbau und die Weitergabe von unternehmerischem Wissen und Erfahrung. Zudem sind wir ein persönlicher Ansprechpartner vor Ort“, betont der Vorsitzende, der auf den Leitsatz der Jungen Wirtschaft verweist: „Miteinand‘ sind wir stark!“ Die Junge Wirtschaft ist Riedler zufolge gut vernetzt und könne diverse Anliegen an die richtige Stelle bringen. Die wichtigsten Themen seien in einem Forderungspapier enthalten. Ein Anliegen sei, Wirtschafts- und Finanzunterricht als Allgemeinbildung zu verankern. „Unternehmertum sowie grundlegendes Wirtschafts- und Finanzverständnis müssen Teil der Allgemeinbildung sein und in die Lehr- und Ausbildungspläne integriert werden“, so Riedler.

Zukunftsorientierte Investitionskultur

Zudem müsse eine zukunftsorientierte Investitionskultur in Österreich etabliert und die Beteiligung privater Investoren attraktiver gestaltet werden. „Private Beteiligungen an Neugründungen oder kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sollen bis zu einer Höhe von 100.000 Euro als Freibetrag über fünf Jahre absetzbar sein“, informiert der Unternehmer.

„Kultur der zweiten Chance“

Eine weitere der zahlreichen Forderungen sei es, eine „Kultur der zweiten Chance“ zu etablieren. Riedler: „Eine zweite Chance ist eine wichtige neue Startbasis für einen Unternehmer, der bereits entsprechende Erfahrungen gesammelt hat. So sollen redlich gescheiterte Unternehmer beispielsweise nicht mehr von Förderungen ausgeschlossen werden.“

Persönlicher Erfahrungsaustausch

Auch bei Betriebsübergaben sei die Junge Wirtschaft ein verlässlicher Partner. Man unterstütze hier durch persönlichen Erfahrungsaustausch. Besonders die Branchenvielfalt der Mitglieder biete diesbezüglich einen großen Mehrwert.

Corona-Krise

Und wie kommen junge Selbstständige durch die Corona-Krise? „Wir hatten vor wenigen Wochen eine Sitzung der Bezirksgruppenobleute. Es hat hier eine wesentliche Botschaft aller Bezirke gegeben: Wenn wir als junge Selbstständige keine positive Stimmung machen, wer dann? Wir lassen uns nicht unterkriegen!“

Als Teil der Wirtschaftskammer NÖ versteht sich die Junge Wirtschaft (JW) als Ansprechpartner für junge Selbständige, Gründer, Studierende und Betriebsübernehmer. Die Junge Wirtschaft bietet ein vielfältiges Netzwerk von Unternehmern, aus dem die JW-Mitglieder zum Beispiel auch neue Geschäftspartner gewinnen können. Durch persönliche Treffen wird Wissens- und Erfahrungsaustausch ermöglicht. Dabei werden der Aufbau und die Weitergabe von unternehmerischem Wissen und Erfahrung gefördert. Das ist der Mehrwert und die Bedeutung der Jungen Wirtschaft in der Region. Die Junge Wirtschaft Bezirk Amstetten hat 390 Mitglieder – davon sind 151 weiblich, 239 männlich. Die Junge Wirtschaft wurde landesweit 1968 gegründet. Seit dieser Zeit wird auch im Bezirk Amstetten das Jungunternehmernetzwerk gepflegt. Quelle: Wirtschaftskammer Amstetten

Weitere Informationen: www.jungewirtschaft.at

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