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Jahresrückblick: Viele Herausforderungen, aber auch großer Zusammenhalt in Ferschnitz

Michaela Aichinger, 26.12.2021 19:57

FERSCHNITZ. Michael Hülmbauer, Bürgermeister der Marktgemeinde Ferschnitz, zieht nach einem herausfordernden Jahr Bilanz.

  1 / 4   Der Ferschnitzer Bürgermeister Michael Hülmbauer (ÖVP) blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück. (Foto: VP/Privat)

„Zu den größten Herausforderungen gehörte in diesem Jahr für uns natürlich die Corona- Pandemie mit all den Auflagen und Einschränkungen. Eine sehr schwierige Situation für die Menschen, die Gemeinde selber, aber auch für die Bildungseinrichtungen, Betriebe und die Vereine“, berichtet Bürgermeister Hülmbauer. Es habe nur ganz wenige Feste und Vereinsveranstaltungen gegeben, die auch tatsächlich durchgeführt werden konnten.

„Dazu kam der zusätzliche Aufwand für die Gemeinde mit der Teststraße jeden Montag sowie der bürokratische Aufwand durch die vielen Verordnungen und dergleichen“, weist Hülmbauer auf die Herausforderungen durch die Corona-Pandemie hin.

Verheerende Überflutungen

Als wäre das nicht genug, war die Gemeinde im Juli von verheerenden Überflutungen betroffen, die großen Schaden bei vielen Häusern, der Infrastruktur und bei Vereinsanlagen wie dem Fußballplatz oder dem Musikheim angerichtet haben. „An diesem 18. Juli hatten wir mehr als 300 mm Niederschlag im Gemeindegebiet. Das Hochwasser wurde mittlerweile als ein 800-jähriges Ereignis eingestuft“, so Hülmbauer.

Loch in Gemeindekassa

Auch hier habe es wieder zahlreiche zusätzliche Stunden mit den Schadenskommissionen gegeben. „Die letzte Begehung war am 14. Dezember. Das Hochwasser hat natürlich ein großes Loch in die Gemeindekassa gerissen. Die Schäden an der Infrastruktur wurden mittlerweile behoben“, blickt der Bürgermeister auf schwierige Zeiten zurück.

Projekte 2021

Trotzdem konnten Hülmbauer zufolge 2021 Projekte umgesetzt werden: „Es wurden die Klassenräume der Volksschule renoviert und die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf energiesparende LED Lampen konnte nahezu abgeschlossen werden. Für die Freiwillige Feuerwehr wurde ein neues Tanklöschfahrzeug gekauft. Im Straßenbau wurde ein großer Abschnitt – die Johann-Fida Straße – fertiggestellt. Am Sportplatz wurde ein Grüngürtel Richtung der Siedlungshäuser angepflanzt und zu guter Letzt gab es die großen Schäden an der Gemeindeinfrastruktur, die repariert werden mussten“, zählt Hülmbauer die vergangenen Arbeiten und Projekte auf.

Glasfaser-Internet

Die dritte große Herausforderung stellt für die Marktgemeinde Ferschnitz momentan das Glasfaser-Internet dar. „Hier gibt es gerade zahlreiche Hausbesuche, um 42 Prozent Anschlussverträge für die Niederösterreichische Glasfaserinfrastruktur GmbH (nöGIG) abzuschließen. Sollte dieses Vorhaben gelingen, bekommt die Gemeinde Ferschnitz 2022 den von nöGIG geförderten Breitbandausbau“, erklärt Bürgermeister Hülmbauer.

300.000 Euro an Schulden abgebaut

2021 sei ein sehr herausforderndes Jahr gewesen, trotzdem habe es einen großen Zusammenhalt in der Gemeinde gegeben. „Die Marktgemeinde Ferschnitz hat sich trotz der Schwierigkeiten gut entwickelt; es gab wieder ein leichtes Bevölkerungswachstum, auch finanziell konnten trotz der Projekte rund 300.000 Euro an Schulden abgebaut werden.

Begegnungszone geplant

Für 2022 sind dem Bürgermeister zufolge wieder einige Projekte geplant. „An erster Stelle steht die Errichtung eines Ortsplatzes, einer sogenannten Begegnungszone. Es wird einen weiteren Ausbau der Photovoltaik-Anlagen geben und das Wasserversorgungsnetz wird erweitert. Geplant sind der weitere Ausbau des Gehwegenetzes, einige Projekte im Straßenbau und hoffentlich der geförderte Ausbau des Breitband-Internet“, nennt Hülmbauer abschließend die Schwerpunkte für das kommende Jahr.


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