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AMSTETTEN. Unter dem Titel „PflegePROgramm“ möchte die SPÖ NÖ die Pflege der Zukunft leistbar, transparent und menschlich aufstellen.

Landtagsabgeordnete Kerstin Suchan und Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (Foto: SPÖ Mostviertel/Leeb)

Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig, Bezirksparteivorsitzende der SPÖ Amstetten präsentierte die Eckpunkte des „PflegePROgramms“ der SPÖ NÖ: „Immer wieder höre ich von Menschen, die in der Pflege arbeiten, die ihre Angehörigen pflegen oder die selbst Pflege benötigen, von Umständen, die so nicht länger hinzunehmen sind. Dazu gehören schlechte Bezahlung und eine fehlende Planbarkeit durch ständiges Einspringen. Dann sind da die Zukunftsängste durch fehlende Absicherung bei jenen, die ihre Mütter bzw. Väter pflegen. Und das sind nur drei der meistgehörten Schlagwörter. Wir Sozialdemokratinnen möchten das ändern und legen als erste Partei in Niederösterreich ein umfangreiches „PflegePROgramm“ vor.“ Nach dem „KinderPROgramm“ gibt es damit den zweiten Vorschlag der SPÖ NÖ, um den anstehenden Zukunftsthemen mit konkreten Maßnahmen begegnen zu können.

Großbaustelle „Pflege“

„Ein Bett allein pflegt dich nicht!“ – unter diesem Motto ist die SPÖ NÖ derzeit in allen Landesteilen Niederösterreichs unterwegs und führt Gespräche mit Betriebsrätinnen, Pflegerinnen, pflegenden Angehörigen und Niederösterreicherinnen, die auf Pflege angewiesen sind. Auch diese Anliegen und Sorgen sind in die Erstellung des Programms mit eingeflossen. Die Großbaustelle „Pflege“ wäre mit 17 Bausteinen zu bewältigen, zeigt sich Königsberger-Ludwig zuversichtlich, dass mit dem nötigen politischen Willen im Bundesland Verbesserungen rasch umgesetzt werden können.

Ausbildungsoffensiven

Die 17 Bausteine reichen von der Verbesserung der Situation für die MitarbeiterInnen, mittels Ausbildungsoffensiven und adäquater Bezahlung sowie planbarer Freizeit, über die Anstellung pflegender Angehöriger, bis hin zur gesetzlichen Verankerung der Gemeinnützigkeit und der Errichtung eines Pflegegarantiefonds. LAbg. Kerstin Suchan-Mayr, Spitzendkandidatin für die kommende Landtagswahl, bricht eine Lanze für die Beschäftigten und tritt für eine echte Ausbildungsentschädigung ein: „Vor allem das das kurzfristige Einspringen für KollegInnen sei einer der Hauptgründe dafür, warum sich PflegerInnen umorientieren und einen anderen Beruf suchen, obwohl sie diesen eigentlich gerne ausüben. Das sollte uns ein Alarmzeichen sein. Faire Bezahlung ist die eine Seite, Dienstplantreue die andere. Hier sind wir wieder bei unserer langjährigen Forderung nach einem Pflegeschlüssel angelangt, der mehr Planbarkeit und die notwendigen Pausen garantieren würde.“

Planung und Bau von neuen Einrichtungen

Außerdem müsste schon heute mit der Planung und dem Bau von neuen Einrichtungen begonnen werden, meint Suchan-Mayr weiter: „Für die Errichtung und Ausstattung braucht es bundeseinheitliche Vorgaben. Wichtig sind uns auch flächendeckende Angebote für Plätze in alternativen Wohnformen – etwa betreubares oder betreutes Wohnen. Und es braucht einen Ausbau der mobilen Pflegedienste sowie neue Modelle der häuslichen Betreuung und Pflege“, sind sich Königsberger-Ludwig und Suchan-Mayr einig.


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