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AMSTETTEN. Nach einer ersten Gesprächsrunde im Juni 2023 hat SP-Gesundheitsstadträtin Beate Hochstrasser erneut zum Runden Tisch zur Lage im Landeskrankenhaus Amstetten eingeladen. Im Zentrum des Gespräches standen die bestmögliche medizinische Versorgung aller Patienten und gute Arbeitsbedingungen für die Beschäftigen im Klinikum.

(V. l.) GR Claudia Weinbrenner, Stadträtin Beate Hochstrasser, GR Christopher Hager, Gabriele Polanezky, Nationalrat Alois Schroll, Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig, GR Harald Wiesauer, GR Margit Huber und Vizebürgermeister Gerhard Riegler (Foto: SPÖ)

Eine hochkarätig besetzte Runde mit Vertretern der Stadt-, Landes- und Bundespolitik, des Landesklinikum-Betriebsrates und der Landesgesundheitsagentur (LGA) diskutierte über die aktuelle Lage im Landesklinikum Amstetten. Nationalrat Alois Schroll (SPÖ), Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ), Vizebürgermeister Gerhard Riegler (SPÖ), Gemeinderat Harald Wiesauer (FPÖ), Gemeinderat Christopher Hager (parteilos) und Gemeinderätin Claudia Weinbrenner (ÖVP) folgten der Einladung genauso wie LK-Betriebsratsvorsitzende Margit Huber (FSG) und Gesundheit-Mostviertel Geschäftsführerin Gabriele Polanezky.

Bedeutung einer gesicherten Gesundheitsversorgung

Die Gesundheitsstadträtin rückte dabei die Bedeutung einer gesicherten Gesundheitsversorgung in Amstetten in den Mittelpunkt. Hochstrasser: „Mir ist es ein großes Anliegen, dass die Menschen in Amstetten zu jeder Zeit auf eine gute Gesundheitsversorgung im Landesklinikum zählen können. Schließlich hat eine erstklassige Versorgung im Krankenhaus direkten Einfluss auf die Lebensqualität in unserer Stadt. Im Ernstfall entscheidet sie über Leben und Tod. Auch wenn die Einflussmöglichkeiten der Stadtpolitik hier sehr beschränkt sind, ist der Austausch mit der Geschäftsführung der LGA und dem Betriebsrat wichtig, um die aktuelle Lage im Klinikum genau zu kennen und alle Beteiligten so gut es geht zu unterstützen.“

„Es braucht ausreichend Mitarbeiter“

Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig betonte, dass „ein wertschätzendes Arbeitsumfeld, das vor allem auch Dienstplansicherheit, Weiterbildungsangebote und faire Entlohnung für die Mitarbeiter im Klinikum beinhaltet“, eine der Voraussetzungen für eine bestmögliche Versorgung der Patienten ist. „Klar ist, dass es ausreichend Mitarbeiter braucht, um eine qualitätsvolle Versorgung der Patienten sicherzustellen. Die LGA als Dienstgeber hat dafür zu sorgen, dass dies auch gewährleistet ist, mit unterschiedlichen Maßnahmen. Eine die mir besonders wichtig ist, ist ein wissenschaftlich basierter Pflegeschlüssel, der möglichst rasch umgesetzt werden sollte. Es geht dabei um gute Arbeitsbedingungen und Arbeitszeitmodelle, die zu einem guten Betriebsklima beitragen, Gesundheitsberufe attraktiver machen und so die Versorgung langfristig sicherstellen“, so die Landesrätin.

Betriebsrat fordert „echte Strukturreform“

Neben konkreten Vorschlägen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Landesklinikum sprach sich die Vorsitzende des Betriebsrates, Margit Huber, am Runden Tisch für eine „echte Strukturreform“ aus, die aus ihrer Sicht längst überfällig sei. „Es muss endlich eine Reform auf Basis eines Regionalen Strukturplans umgesetzt werden. Der Regionale Strukturplan Gesundheit ist gesetzlich längst gefordert und muss auch in Niederösterreich endlich umgesetzt werden. Außerdem braucht es eine Versorgungsgarantie für die Bevölkerung. Hier ist die Landespolitik dringend gefordert! Damit einher geht auch, dass niemand Sorge haben muss, dass kleinere Krankenhäuser geschlossen werden müssen. Jedes einzelne Haus wird gebraucht“, schildert Betriebsrätin Margit Huber den Standpunkt der Arbeitnehmervertretung.

„Patientenmilliarde“

Nationalrat Alois Schroll hob die Bedeutung eines „krisensicheren und stabilen Gesundheitssystems mit bestmöglichen Leistungen für die Patienten“ hervor. Schroll: „In den vergangenen Jahren haben wir erlebt, dass im Gesundheitssystem einiges gekippt ist. Aufgrund der vielfältigen Herausforderungen geht dem Personal vielerorts die Kraft aus und Patienten müssen lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Österreichweit setzen wir uns deshalb für eine Patientenmilliarde ein, um eine bestmögliche Versorgung in allen Bereichen des Gesundheitswesens sicherzustellen. So sorgen wir dafür, dass alle Menschen eine gute Versorgung bekommen können. Medizinische Versorgung darf nämlich keine Frage der finanziellen Mittel und des Geldbeutels sein, sondern die E-Card muss für alle ausreichend sein.“


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