Strom für den Vierkanter der Gesundheit in Seitenstetten
SEITENSTETTEN. Das ehemalige Schwesternhaus der Franziskanerinnen in Seitenstetten wird zum „Vierkanter der Gesundheit“. Anfang Oktober 2025 soll das neue Gesundheitszentrum am Fuße des Stiftes Seitenstetten eröffnet werden. Zwei Arztpraxen, eine Caritas-Station und drei Wohnungen sollen das Ortszentrum nachhaltig beleben. Für die notwendige Stromversorgung sorgt die Netz Niederösterreich durch die Errichtung zweier neuer Trafostationen und die gezielte Verstärkung des Stromnetzes.

Insgesamt wurden rund 1.100 Meter Kabel verlegt, um auch die neu errichtete E-Ladestation leistungsstark anbinden zu können.
„Mit der Modernisierung können wir einen Gesamtleistungsbedarf von rund 170 Kilowatt für das gesamte Ortszentrum von Seitenstetten sicherstellen“, freuen sich Robert Edermayer und Martin Stixenberger von der Netz Niederösterreich Waidhofen an der Ybbs über den gemeinsamen Schritt mit der Gemeinde in Richtung Energiezukunft.
Netzausbau bis 2030
Die österreichische Klima- und Energiestrategie verfolgt ambitionierte Ziele: Bis 2030 soll sich die Stromerzeugung aus Photovoltaikanlagen verzehnfachen und die aus Windkraft verdoppeln.
Als Verteilnetzbetreiberin steht die Netz Niederösterreich damit vor einer großen Aufgabe. Das Stromnetz muss in vergleichsweise kurzer Zeit auf allen Ebenen modernisiert und ausgebaut werden.
Das laufende Modernisierungsprogramm bis 2030 umfasst:
Neu- oder Ersatzneubau von rund 40 Umspannwerken inklusive Anschlussleitungen (derzeit 92 in Betrieb)
Jährlicher Zubau von etwa 700 Trafostationen (bisheriger Schnitt: 250 pro Jahr)
Verlegung von rund 1.000 Kilometern Mittel- und Niederspannungskabel jährlich
Dieser Ausbau ist zwingend erforderlich, denn der Umbau des Energiesystems schreitet rasch voran. Allein im ersten Halbjahr 2025 verzeichnete die Netz Niederösterreich mehr als 14.000 Fertigmeldungen von Photovoltaikanlagen. Insgesamt speisen mittlerweile über 126.000 Sonnenkraftwerke in das Netz ein.
Rund 25 Prozent aller Photovoltaikanlagen und mehr als 50 Prozent der Windkraftanlagen Österreichs befinden sich in Niederösterreich.
Um diese Entwicklung zu unterstützen, investiert die Netz Niederösterreich allein im aktuellen Geschäftsjahr mehr als 450 Millionen Euro in den Infrastrukturausbau.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden