Gemeinderatsbeschluss: Andorf nimmt Flüchtlinge auf
ANDORF. Nun stellt auch die einwohnerstärkste Gemeinde im Bezirk Schärding eine Unterkunft für Flüchtling zur Verfügung. Bis zu 50 Flüchtlinge werden bald in die Container neben der alten Volksschule in Andorf einziehen.

„Die Container neben der alten Volksschule bieten sich für die Unterbringung von Flüchtlingen an und sind auch schon länger im Gespräch“, sagt Andorfs Bürgermeister Peter Pichler. Seit September stehen dort 600 Quadratmeter großteils leer. Es muss auch nicht viel umgebaut werden, nur ein Sanitärcontainer muss noch angehängt werden. Maximal 50 Flüchtlinge werden dort ein Zuhause auf Zeit finden. Die Unterbringung ist auf zwei Jahre befristet, danach muss nach einer neuen Lösung gesucht werden. „Wenn die Gemeinde mit gutem Beispiel vorangeht, ziehen vielleicht auch in Andorf Private nach und stellen Unterkünfte für Flüchtlinge zur Verfügung“, hofft Pichler die Quote von 77 Flüchtlingen bald erfüllen zu können. Das Rote Kreuz wird die Container von der Gemeinde für die zwei Jahre anmieten und die Betreuung übernehmen.
Die Ängste und Sorgen der Nachbarn versucht der Bürgermeister in Gesprächen zu zertreuen. „Es gibt aber auch in Andorf viele, die helfen wollen“, sagt Pichler, der weiß, dass die Stimmung immer dort negativer ist, wo es noch keine Flüchtlinge gibt. Seit Längerem beschäftigt die Gemeinde Asylwerber aus Sigharting im Bauhof. „Die Menschen sind froh, wenn sie arbeiten dürfen und ein bisschen Geld verdienen“, sagt Pichler.


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