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Meetingrekord: Schnellster Österreicher in Andorf erstmals unter 21 Sekunden

Alexandra Dick, 02.08.2017 16:37

ANDORF. Kurz vor der Leichtathletik-WM in London nützten die zwei Aushängeschilder der Österreichischen Leichtathletik, Verena Preiner und Dominik Distelberger, das elfte Internationale Josko Laufmeeting zum letzten Formtest – mit Erfolg. Das Highlight des Tages war aber der neue Meetingrekord von Markus Fuchs im 200-Meter-Lauf.

Dominik Distelberger, Verena Preiner und Para-Weltmeister Günther Matzinger nützten das Meeting als Formtest. Foto: IGLA

Sonnenschein und wenig Wind – das Wetter meinte es auch heuer gut mit den 300 Athleten aus zehn Nationen, die am Internationalen Josko Laufmeeting ihre Form unter Beweis stellten. Die rund 800 Zuschauer feuerten sie kräftig an und sorgten für eine unvergessliche Stimmung im Andorfer Pramtalstadion. Mit einem Rekord-Teilnehmerfeld von etwa 90 Kindern im Alter zwischen drei und elf Jahren eröffneten die sportbegeisterten Kids das Laufmeeting. Noch bevor die Großen an den Start gingen, fielen die Rodel-Doppel-Olympiasieger Andreas und Wolfgang Linger mit dem Fallschirm vom Himmel und hatten natürlich jede Menge Autogrammkarten dabei.

Sprint-Double im Doppelpack

Die Tschechin Helena Jiranova und Markus Fuchs (ULC Mödling) schafften jeweils das Double über die 100- und die 200-Meter-Sprint-Distanzen. Savannah Mapalagama (DSG Wien), die einzige Österreicherin im 100-Meter-Finale, holte Rang drei. Ina Huemer vom Veranstalterverein IGLA lief im 200-Meter-Rennen auf Rang fünf: „Ich bin sehr zufrieden mit dem heutigen Tag. Ich nehme viel Motivation mit zu den anstehenden drei Wettkämpfen: U20-Staats- und Landesmeisterschaft und zur U23-Staatsmeisterschaft.“ Bei den Herren holte sich Markus Fuchs zweimal den Sieg. Über 100 Meter kam er mit 10,50 Sekunden knapp an seine Jahresbestleistung heran. Sein Vereinskollege Andreas Meyer sicherte sich Rang drei. „Wie jedes Jahr ist Andorf ein super Meeting. Es gefällt mir hier sehr gut, man ist sehr nahe am Publikum, das die Leichtathletik großartig unterstützt. Das brauchen wir Athleten. Ob ich über 200 Meter später antreten werde, weiß ich noch nicht, ich entscheide kurzfristig“, sagte Fuchs nach seinem Sieg.

Neuer Meetingrekord und persönliche Bestleistung

Zum Glück hat er sich für den Start über die 200 Meter entschieden. Er pulverisierte seine alte Bestleistung und drückte sie auf 20,94 Sekunden. „Ich bin mir sicher, dass nächstes Jahr über die 200 Meter noch mehr geht. Ich bin überglücklich und komme nächstes Jahr wieder nach Andorf“, sagte Fuchs überglücklich.

Italienischer Doppelsieg im Speerwurf

Die beiden Italiener Paola Padovan und Antonio Fent holten den Sieg im Speerwurf. Auf Rang drei bei den Damen platzierte sich die frischgebackene U23-Vize-Europameisterin im Siebenkampf, Verena Preiner (Union Ebensee), die auch im 200-Meter-Lauf den dritten Platz holte. Für sie geht es demnächst zur WM nach London. Auch mit ihrem Lauf über 200 Meter war die EM-Silbermedaillengewinnerin zufrieden. „Jetzt freue ich mich auf die WM in London und danach geht“s für mich zur Universiade nach Taipei.“ Lokalmatadorin Patricia Madl (IGLA) landete mit ihrem Wurf auf Rang vier.Dominik Distelberger überprüfte ebenfalls kurz vor der WM noch einmal seine Form. Im Speerwurf lief es für den Athleten der UVB Purgstall gut. „Mit 59,84 Metern bin ich sehr zufrieden. Heute konnte ich im Speerwurf noch meine Technik überprüfen und über 200 Meter meine Spritzigkeit pushen.“

3000-Meter in kenianischer Hand

Über 1000 Meter der Herren ging der Sieg nach Ungarn. Nachdem der Österreicher Andreas Vojta (team2012.at) lange für das Tempo sorgte, ging der spätere Sieger Gergo Kiss etwa 240 Meter vor dem Ziel an ihm vorbei. „Ich habe aktiv die Flucht nach vorne gesucht, schließlich will man den Zuschauern hier in Andorf auch etwas zeigen. Darum habe ich versucht, von Anfang an Druck auf die anderen auszuüben“, kommentierte Vojta zufrieden. Die 3000-Meter-Läufe waren auch heuer wieder fest in keniansicher Hand. Beide Siege gingen an Kenia. Bei den Damen siegte Gitonga Caroline Makandi. Beste Österreicherin wurde Julia Mayer (DSG Wien). Bei den Männern verpasste der Erstplatzierte Kariuki Ronald Nigigi den Meetingrekord nur knapp: Nur etwa eine Sekunde fehlte ihm am Ende.

Zwei neue Meetingrekorde in den 400-Meter-Läufen

Beide 400-Meter-Läufe endeten mit einem neuen Meetingrekord. Evelin Nadhazy umrundete das Pramtalstadion in 52,88 Sekunden und drückte damit den Andorfer Rekord um mehr als zwei Sekunden. Der Kroate Mateo Ruzic verewigte sich mit 46,22 Sekunden in den Büchern und war damit etwa vier Zehntel schneller als der bisherige Meetingrekordhalter Johannes Trefz, der den zweiten Platz holte. Para-Weltmeister Günther Matzinger platzierte sich auf Rang fünf.

Alle Ergebnisse auf www.­laufmeeting.at

Mehr Bilder gibt´s auf https://www.tips.at/n/399371


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