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ANSFELDEN. Als Theologe, Journalist und Schriftsteller war der Ansfeldner Hermann Knapp ein anderer Weg vorgezeichnet. Im Tips-Interview erzählt Hermann Knapp über seine Leidenschaft zum Schreiben, wie er zu Gott und der Religion steht und welche Fantasie-Figur sein Wesen spiegelt.

„Wenn es um meine Literatur geht, dann fühle ich mich Luna Lovegood verwandt. Ich lasse die Gedanken fliegen und nichts ist unmöglich...!“ Foto: Hermann Knapp

von SERPIL SELINA DURSUN

Tips: Was ist Ihr Markenzeichen und wie erklären Sie sich selbst?

Knapp: Zum einen halte ich es mit Immanuel Kant: leben und leben lassen. Oder aber auch: Jeder soll seinen Weg selbst wählen können, solange andere dadurch nicht in ihrer Lebensentfaltung eingeschränkt werden oder gar versucht wird, ihnen eine Ideologie aufzuzwingen. Zum anderen nehme ich Anleihen bei Albert Einstein, der angeblich einmal sagte, „Es gibt nur zwei Arten zu leben. Entweder so, als wäre nichts ein Wunder, oder so, als wäre alles ein Wunder“. Meine Markenzeichen sind sicher mein schwarzer Humor und mein Hang zur Absurdität und Skurrilität. Sie kommen in meiner Literatur zum Ausdruck - ich nenne es „meine schräge Welt“.

Tips: Was bedeutet für Sie Kunst, Leidenschaft und Schreiben?

Knapp: Schreiben ist für mich Drang und Lust, manchmal auch Qual. Auf jeden Fall Psychohygiene. Ein Lebenselixier. Einer anderen Leidenschaft gebe ich mich selten hin. Gerne würde ich mehr Zeit für Ausstellungen moderner Kunst aufbringen. Musikalisch ist die Gitarre im Hausgebrauch. Derzeit arbeite ich an einem neuen Roman, schreibe und denke viel über das Thema nach.

Tips: Welchen beruflichen Werdegang haben Sie gewählt?

Knapp: Ich bin Theologe, Journalist und Schriftsteller. Nach meinem Handelsakademie-Abschluss war ich lange in einer Versicherungsanstalt tätig, was mich nicht erfüllte. Ich begann Theologie zu studieren. In den letzten beiden Jahren meines Studiums fing mich der Journalismus ein. Ich bin Redaktionsleiter bei NÖN (Wochenzeitung in Am-stetten), Obmannstellvertreter des Linzer AutorInnenkreises und Mitglied der Grazer AutorInnenversammlung. Mein Horizont wurde erweitert. Das Theologiestudium ermöglichte es mir, viele Themen zu durchleuchten. Gott und Religion durchdringen unser ganzes Leben.

Tips: Welche Fantasie-Figur spiegelt Ihre Persönlichkeit?

Knapp: Schwierig. Da ist von vielen Figuren etwas in mir. Wenn es um Bücher geht, da habe ich auf jeden Fall Ähnlichkeit mit Gollum (Herr der Ringe-Charakter), warum... Ich verleihe sie nicht gerne und es fällt mir schwer meine Bibliothek auszumustern. Ganz nach dem bekannten Satz „Mein Schatzzzz“. Beruflich versuche ich besonnen zu sein wie Gandalf (Herr der Ringe-Charakter) und gewissenhaft wie Hermine Granger (Harry Potter-Charakter). Natürlich würde ich mich persönlich gerne als heldenhaft und unerschütterlich beschreiben - Neville Longbottom (Harry Potter-Charakter) trifft es wohl eher. Wenn es um meine Literatur geht, dann fühle ich mich Luna Lovegood (Harry Potter-Charakter) verwandt. Da lasse ich die Gedanken fliegen. Und nichts ist unmöglich...!

Termin - Lesung

„Gott und Religion durchdringen unser ganzes Leben“ von Hermann Knapp 

Freitag, 16. Dezember

Lesung im Schloss Ottensheim mit dem Linzer Autorinnenkreis (Jakob Sigl Straße, 4100 Ottensheim)

Beginn 19 Uhr

Infos unter www.hermann-knapp.at


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