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Online Redaktion, 30.03.2018 14:24

ANSFELDEN.  Aufregung herrscht in diesen Tagen erneut um das Maßnahmenpaket zur B139 Neu (Umfahrung Haid, 2. Teil). Die formierte Bürgerinitative B139 Neu fürchtet um eine Verschlechterung für die Anrainer sowie die Zerstörung des Wasserwald und fühlt sich schlecht informiert.

Foto: Weihbold
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von ELISABETH ZEILINGER

„Dass die jetzigen A1-Anschlüsse im Ortszentrum Haid durch neue ersetzt werden und es dafür eine Anschlussstraße, die B139 Neu braucht, ist im Prinzip zu begrüßen. Im selben Bewilligungsverfahren werden jedoch enorme Flächenumwidmungen entlang der neuen Trasse vorgesehen. Sie alleine werden laut Verkehrsplanungsbüro für täglich Tausende zusätzliche KFZ-Fahrten sorgen. Und sie zerstören einen wertvollen Naturraum, den Wasserwald. Derart gravierende Eingriffe in unseren Lebensraum werden wir nicht widerstandslos hinnehmen“, bekräftigt Alfred Pointner, Sprecher der Bürgerinitative B139 Neu - Maßnahmenpaket Haid.

Land OÖ für B139 zuständig

Die B139 Kremstalstraße ist die Hauptverkehrsader für den motorisierten Verkehr auf der Achse Linz – Neuhofen – Kremstal. Zuständig für die Bundesstraßen – so auch die B139 Neu – ist die Abteilung Straßenneubau und -erhaltung des Landes Oberösterreich. „Mit dem vierspurigen Ausbau der B139 im Bereich zwischen Haag und Harter Plateau und der Errichtung der Umfahrungen Doppl 1 und 2 sowie der Umfahrung Traun wurden bereits erste Maßnahmen gesetzt“, heißt es in der Projektinformation des Landes OÖ.

Als Teil des geplanten Maßnahmenbündels an der A1 West Autobahn sollen bald die zwei Kilometer lange Umfahrung Haid 2. Teil sowie die Vollanschlussstelle A1/A25 als das letzte Teilstück der B139 Kremstalstraße in Angriff genommen werden. Neben Verbesserung der Luftqualität begründet das Land OÖ ihr Projekt vor allem in der Verlagerung des gesamten Kfz-Verkehrs um rund 80 Prozent.

„Genau da liegt das Problem“, argumentiert Pointner. „Denn jede Straße bringt Verkehr. Wir glauben, dass es durch die neue Bundesstraße der Verkehr nicht verlagert, sondern verstärkt wird – damit haben wir bald eine zweite Autobahn. Dahingehend wurden und werden wir nicht korrekt informiert, und das stört uns. Wir fordern ein Umdenken“, so Pointner von der Bürgerinitiative.

Bürgermeister: „Je schneller desto besser“

Der Ansfeldner Bürgermeister Manfred Baumberger (SPÖ)steht zur Beibehaltung des Maßnahmenpakets: „Es wurde bereits einstimmig im Gemeinderat darüber abgestimmt. Haid braucht eine Verkehrsentlastung, die neue Straße ist gut für die Region und die Wirtschaft. Natürlich ist uns wichtig, dass keiner einen Schaden davontragen wird“, so Baumberger.

Wiederaufforstung des Wasserwaldes Haid

So bekräftigt das Stadtobhaupt, dass die Flächen im Wasserwald, die für die Umfahrung bzw. B139 Neu weichen müssen, wieder aufgeforstet werden. „Die Ansfeldner können in Zukunft das Gebiet als Erholungspark nutzen und direkt – das was jetzt eingezäunt ist – auch in den Grünraum hineingehen“. Auch dagegen spricht sich die Bürgerinitiative aus: „Wir wollen nicht, dass der Naturraum, in dem viele Vögel brüten, zerstört wird. Es dauert Jahrzehnte, bis die Bäume wieder nachgewachsen sind. Baumberger bleibt dabei:. „Je schneller desto besser - es wurde bereits zehn Jahre verhandelt. Mir persönlich wäre lieber, wenn mit dem Bau sogar noch früher begonnen wird. Es muss endlich einmal etwas weitergehen“, so der Bürgermeister im Tips-Gespräch.

Geplante Trassenführung Haid 2. Teil im Detai

lDie Umfahrung Haid 2. Teil beginnt beim bereits im Jahr 2008 errichteten 1. Teil der Umfahrung Haid in der Nähe der bestehenden L563 Traunufer Straße. Die Trasse wird im weiteren Verlauf in einem leichten Linksbogen in Richtung Süden zu den Autobahnen A1 und A25 geführt. In weiterer Folge verläuft die Trasse in einem leichten Rechtsbogen bis zum bestehenden Kreisverkehr Nettingsdorf und wird dort an diesen angebunden.


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