Oberösterreich hofft auf kräftige Finanzspritze aus „Sondertopf“ des Bundes für Öffis
LINZ-LAND. Verkehrsminister Norbert Hofer richtet einen „Sondertopf“ für die Finanzierung von Öffi-Projekten in Ballungsräumen ein.

„Verkehrsminister Norbert Hofer denkt über den Wiener Tellerrand hinaus und forciert erstmals finanzielle Unterstützung für stadtregionale ÖV-Projekte in den Bundesländern“, freut sich der Landesrat für Infrastruktur Günther Steinkellner.
Der oberösterreichische Fahrplan sieht vor, das 2016 eingeführte S-Bahn-Konzept zu erweitern. In Richtung nördliches Mühlviertel soll die Attraktivierung der Mühlkreisbahn und in Richtung östliches Mühlviertel die Stadtbahn Gallneukirchen/Pregarten vorangetrieben werden.
„Mit dem Neubau der Linzer Eisenbahnbrücke ergibt sich die historisch einmalige Chance, dass beide Bahnverbindungen künftig an den Linzer Hauptbahnhof angebunden werden. Dies würde für die Zukunft sogar eine Durchbindung der LILO ermöglichen“, verdeutlicht Steinkellner.
Diese Verknüpfungen würden für die Einpendler völlig neue Wege-Ziel-Verbindungen schaffen, insbesondere wenn die LILO in den Raum Eferding-Aschach verlängert würde. Eine Maßnahme, die eine starke ÖV-Nachfrage auslösen würde.
Straßenbahn nach Haid
Zusätzlich steht im Linzer Süden die Verlängerung der Straßenbahn in den Raum Haid/Ansfelden an. „Wir befinden uns derzeit in intensiven Verhandlungen mit dem Bund, um entsprechende Finanzierungen für unsere wichtigen Projekte im öffentlichen Verkehr zu erzielen“, betont Steinkellner.
Sonderfinanzierungstopf
Ab 2020 soll es einen Sonderfinanzierungstopf des Bundes für öffentliche Verkehrsprojekte in den österreichischen Ballungsräumen außerhalb des Wiener Großraumes geben. Großen Wert legt der Bund hierbei auf die Decarbonisierung zur Erreichung der Ziele der Klimastrategie 2030, ebenso wie auf die Erreichung klarer Verlagerungseffekte von der Straße auf die Schiene zur Entlastung der Städte.
Mit Hilfe dieser Förderungen sollen die ÖV-Attraktivierungspläne in Oberösterreich zusätzlich Fahrt aufnehmen.
„Besonders im stark frequentierten Ballungsraum besteht großes Potential, zahlreiche Pendler vom motorisierten Individualverkehr auf die Schiene zu verlagern. Außer Frage steht, dass der Wirtschaftsmotor Oberösterreich leistungsfähige sowie stauunabhängige Schienenkorridore benötigt, um die Wettbewerbsfähigkeit aufrecht zu erhalten“, unterstreicht Steinkellner abschließend.
Westbahnausbau Oftering-Wels und Nettingsdorf-Rohr
„Im Rahmenplan der ÖBB von 2018 bis 2022 sind für Oberösterreich alle Projekte finanziert und es kommt zu keinerlei Streichung. Im Vergleich zur Vorgänger-Funktionsperiode steht ein Plus von mehr als 400 Millionen Euro für Oberösterreich“, sagt Landesrat Steinkellner.
Neu in den Rahmenplan aufgenommen wurde der viergleisige Ausbau der Westbahnstrecke Oftering-Wels. Hier werden etwa 270 Millionen Euro investiert. Auch die vier Millionen Euro für den zweigleisigen Ausbau der Bahn von Nettingsdorf nach Rohr-Bad Hall finden sich im Rahmenplan.


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