Mega-Bauvorhaben in Papierfabrik soll planmäßig abgeschlossen werden
ANSFELDEN. Die Nettingsdorfer Papierfabrik begann vor einem Jahr eines der größten Bauprojekte ihrer Geschichte. Mit der Erneuerung der Energieanlagen setzt sie ein Zeichen für die langfristige Standortsicherung.

„Effiziente Energieanlagen spielen bei der Erzeugung von Papier eine große Rolle. Unsere derzeitigen Energieanlagen wurden in den 70er Jahren errichtet. Jetzt ist es Zeit, den nächsten Schritt zu gehen, um weiterhin wettbewerbsfähig und erfolgreich zu bleiben“, erklärt Günter Hochrattner, CEO Smurfit Kappa Nettingsdorf, die Motivation zum Projekt.
So sieht man die Summe von 134 Millionen Euro auch als Investition in die Nachhaltigkeit. Neben der Stärkung der Energieeffizienz wird mit der Errichtung des neuen Laugenverbrennungskessels und der Dampfturbine eine massive Reduktion des fossilen CO2-Ausstoßes um 40.000 Tonnen – das entspricht zwei Dritteln des derzeitigen Ausstoßes – und eine Verringerung der Geruch- und Feinstaubemissionen erreicht.
Mit der erzeugten Energie könnten etwa 40.000 Haushalte mit Strom und Wärme versorgt werden.
Gut im Zeitplan
Trotz großer Herausforderungen, die neue Anlage wird mitten im bestehenden Fabriksareal bei laufendem Betrieb installiert, sind die Verantwortlichen mit dem Fortschreiten des Mega-Projektes zufrieden. Die Turbine soll im Oktober montiert werden und der neue Kessel bereits im Frühjahr 2020 in Betrieb genommen werden.
Es warten aber trotz der bereits gut 250.000 geleisteten Arbeitsstunden noch jede Menge Herausforderungen, so sind erst etwa 20 Prozent Rohre und Kabel verlegt. Dennoch soll nach einer Testphase im Juni 2020 pünktlich gestartet werden.


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