"Neuer Dorfplatz fördert das Wir-Gefühl"
ARBING. Geht es nach Bürgermeister Josef Hiesböck, so soll es in der Machlandgemeinde nach einem bewegten und von reger Bautätigkeit geprägten Jahr 2015 heuer ein wenig ruhiger ablaufen.

„So große Projekte wie in den vergangenen Jahren (Anm. Dorfplatzgestaltung, Pfarrheimsanierung, Kindergarten-Neubau, ...)spielt es nicht mehr. Heuer geht es für uns in erster Linie darum, angefangene Projekte zu finalisieren. Dazu zählt etwa die Fertigstellung des Gehsteiges entlang der Rosentalstraße vom Ortszentrum bis zum Freibad, Hochwasserschutzmaßnahmen beim Arbingerbach oder kleinere Maßnahmen rund um den Dorfplatz am Schlossberg“, erklärt Hiesböck im Tips-Gespräch. Dass es sich beim Dorfplatzprojekt um ein Herzens- projekt des Bürgermeisters handelt, ist schwer zu überhören. Hiesböck betont: „Ich werde oft auf den Dorfplatz angesprochen und bekomme eigentlich nur positives Feedback. Es mag wichtigere Einrichtungen geben, aber ein Platz für kulturelle Veranstaltungen, für gemeinsame Aktivitäten, ist für das „Wir-Gefühl“ einer Gemeinde von elementarer Bedeutung.“
Reigen an Veranstaltungen bereichert Gemeindeleben
Nachdem der neue Dorfplatz vergangenen Sommer mit der „Arbing Jammed“-Premiere eine gelungene Feuertaufe erlebte, ist auch für heuer einiges geplant. Neben einer sommerlichen Neuauflage der Musik-Open-Air-Reihe für Jedermann findet bereits am 16. und 17. April die Konzertwertung des Bezirkes in der Mehrzweckhalle statt. Die offizielle Eröffnung und Einweihung des Dorfplatzes ist für den 1. Mai vorgesehen. Im Mai folgt ebenfalls am Schlossberg die Premiere der Arbinger Musiktage die – wie Tips berichtete – vom jungen Künstler Rafael Hintersteiner ins Leben gerufen wurden. „Der Dorfplatz und der Schlossberg im Gesamten sollen als kommunikatives Zentrum allen Arbingern dienen – wenn Begegnung ermöglicht wird, dann stärkt das auch das Gefühl der Zusammengehörigkeit“, so Hiesböck. In Hinblick auf die Einwohnerzahlen weist der Ortschef auf ein sanftes Wachstum hin. 2015 wurde die 1500-Einwohner-Marke überschritten. „Wir wachsen in einem Ausmaß, das für uns vernünftig erscheint. Da ist Zuzug und Integration ins Ortsleben gut möglich. Wir sind ständig bemüht attraktiven Wohnraum zu schaffen. Derzeit ist ein Projekt in Groißing in Planung“, so Hiesböck. Ebenso wie Baugründe für Familien sind auch die Gründe im Betriebsbaugebiet INKOBA Machland gefragt. „Wenn heuer die Betriebe FH Transporte sowie Nöbauer – Tüchler ihre Standorte eröffnen, werden insgesamt im Betriebsbaugebiet rund 200 Menschen beschäftigt sein“, erklärt der Ortschef.
Verkehrsproblematik an der B3: Lösung in Sicht
Die Bundesstraße zieht aber nicht nur Betriebe, sondern auch den Verkehr an. Um die Sicherheit der Bewohner und Verkehrsteilnehmer im Allgemeinen zu erhöhen, wurden zuletzt verschiedene Konzepte durchdiskutiert. Hiesböck: „Es gibt keine einzige Gemeinde zwischen Linz und Spitz an der Donau, die auf beiden Seiten der Bundesstraße so verbaut ist wie Arbing, dennoch gilt bei uns Tempo 70, überall anderswo Tempo 50. Maßnahmen wie ein Fahrbahnteiler und ein Gehsteig zwischen Bahnhofstraße und Arztpraxis Dr. Laimer sind die Grundlage des neuen Verkehrskonzepts. Noch offen ist der Standort der Bus-Haltestelle bzw. die Frage, ob diese nach zuletzt erfolgter Umstellung der Fahrpläne noch benötigt wird. Das Thema wird uns heuer intensiv beschäftigen, noch im ersten Quartal werden weitere Schritte, die letztendlich zu Tempo 50 führen sollen, gesetzt.“


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