Interview: Peter Hofmayers Rückblick auf das Zoa-Festival
ARDAGGER. Das diesjährige Zoa-Festival ist einmal mehr sowohl was die Publikumszahlen als auch die Rückmeldungen anbelangt sehr erfolgreich verlaufen. Tips-Redakteur Norbert Mottas bat den Intendanten Peter Hofmayer zum Interview.

Tips: Hattest du beim ersten Zoa-Festival im Jahr 2012 schon geahnt, dass dieses derart erfolgreich fortgesetzt werden kann?
Hofmayer: Geahnt nicht, aber im Hinterkopf als Ziel gesetzt – und daher erhofft und erträumt!
Tips: Viele Zoa-Festival-Fans wissen noch immer nicht, was ein Zoa ist. War der Name dennoch gut gewählt?
Hofmayer: Meinst Du jetzt, dass unsere Gäste nicht wissen, was das Zoa (-Festival) ist oder meinst Du den Korb?Mostviertler kennen den Begriff – unsere weiter angereisten Gäste werden zumindest neugierig. Mehr muss es ja auch nicht sein.Es sollte der Bezug zum Mostbirnhaus und zum Mostviertel geschaffen werden – und als Bild „zum Einsammeln von Lebensgefühlen“ dienen! All das ist uns – denke ich – gelungen! Der Name unseres Festivals sollte nicht Programm sein – vielmehr abstrakt, um uns programmatisch so wenig wie möglich einzuengen!
Tips: Hast du schon einmal erwogen, das Festival auf drei Tage auszuweiten oder während des Tages ein Programm anzubieten?
Hofmayer: Ja, immer wieder! Es gibt viele Ideen im Hinterkopf – aber andererseits möchte ich auch nicht übermütig werden – eher demütig! Es ist nicht selbstverständlich, Jahr für Jahr den Stadel ein Wochenende zu füllen und jährliche hochwertige, besondere, neue, unbekannte, aktuelle, experimentelle, tiefgründige Musik zu bieten. Das ist schwer genug! Wir erbitten und erwarten von unserem Publikum auch, dass es zuhört. Und unser Publikum kann das wirklich wunderbar! Drei Konzerte an einem Tag zu hören – wirklich zu hören – ist aber aus meiner Sicht dann auch genug. Wir möchten keine Unterhaltungsveranstaltung sein – davon gibt es nun wirklich genug! Also in diesem Sinne – lieber klein und besonders bleiben! Ausschließen möchte ich aber nichts.
Tips: Sind fürs nächstes Jahr schon Bands fixiert? Verrätst du uns schon die eine oder andere?
Hofmayer: Ja, bereits mehrere! Verraten möchte ich noch nichts. Nur soviel: Es werden wieder ein/zwei Zoa-erprobte Ensembles dabei sein. Und es werden wieder bei uns eher unbekannte internationale Stars dabei sein – zum Beispiel aus Senegal oder Schottland.
Tips: Was empfindest du, wenn der letzte Ton des letzten Konzertes eines Festivals verklungen ist?
Hofmayer: Das ist mitunter ein sehr emotionaler Moment. Einerseits große Dankbarkeit, Erleichterung und Genugtuung, andererseits Wehmut, dass das Festival schon wieder vorbei ist. Wenn aber ein Festival – so wie heuer durch die letzte Zugabe von BartolomeyBittmann – ganz leise und wohlklingend schön beendet wird, man sieht, dass der programmatische Ablauf dramaturgisch gut war, ist es schon sehr stimmig. Da fließen dann auch schon einmal Tränen! Sehr emotional einfach!


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