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ARNREIT. Der Musiker Christian Kölbl hat sich Gedanken zum Virus gemacht und diese niedergeschrieben

Der Musiker Christian Kölbl hat seine Gedanken zu diesen Corona-Zeiten niedergeschrieben. Foto: Kölbl

Seit einigen Wochen hat uns eine Situation im Griff, die wir uns so vorher nie und nimmer vorstellen konnten. Jahrzehntelang gingen wir auf aller Welt Straßen um gegen Krieg, Atom, Naturschutz und was weiß ich noch alles zu demonstrieren, das ja wirklich absolut richtig war, aber jetzt?

Naja, nun hat uns das Schicksal, das gemeine Luder, aber ein gehöriges Schnippchen geschlagen, uns einen gewaltigen Strich durch unser aller Lebensrechnung gemacht! Nichts, aber auch gar nichts ist so wie gestern, kein Stein am anderen geblieben. Die gesamte Welt stand in wenigen Tagen still, so wie wir es uns nur aus der Literatur zu Atomkriegen auszumalen verstanden.Ein winzig kleines Lebewesen namens Covid19 übernahm so ganz plötzlich und anscheinend unbehelligt aus dem Nichts die Herrschaft über unseren gesamten so geliebten Planeten. Es starben schon sehr viele Menschen daran, und noch viele, viele mehr wird es erwischen. Da möchte ich gar nicht an all die armen Länder wie z.B. in Afrika denken, oder an all die Leute im Kriegsgebiet und jene in den Flüchtlingslagern. Also ich weiß nicht, wie es Ihnen dabei geht, aber mir wird allein beim Gedanken daran schon schlecht!

A bisserl weniger jammern

Und wir? Was haben wir zu tun? Ja, was haben wir Wohlstandstrotteln in dieser ach für uns so schwierigen Zeit denn wirklich zu tun? Sozialen Abstand halten, Hygienemaßnahmen wie Schutzmasken und Händewaschen auch bitte(r) ernst zu nehmen! Daheim bleiben! – Aus, Schluss, Basta, mehr ist es nicht! Keine Bomben und Granaten, keine frauenvergewaltigenden Soldaten, keine Mütter, die um ihre Söhne weinen, oder Frauen um ihre Männer, oder Kinder um ihre Väter, keine Hungersnot, keine Obdachlosigkeit usw. Eigentlich wäre das ja ganz einfach, net wahr? Also bitte! – A bisserl weniger jammern! Wir gehören hier erstmals keiner Minderheit an, auch keiner Mehrheit. Nein, wir sind dieses Mal wirklich ALLE betroffen! Nahezu alle von uns haben finanzielle Einbußen, von der Voest über die AUA bis zum kleinen EPU! Auch ich bin seit Anfang März ohne jegliches Einkommen! Als freischaffender Künstler darf ich darauf bauen, dass ich einer der letzten sein werde, der wieder arbeiten darf! Aber was soll´s? Ständiges Jammern hilft da nichts!

Wir sind weltweites Vorbild

Ich vertraue hier weiterhin unserer österreichischen Regierung, die bisher eine derart hervorragende Arbeit geleistet hat, welche seinesgleichen sucht! Wir sind mittlerweile weltweites Vorbild. Wir, das kleine Österreich! Das sollten wir auf keinen Fall vergessen! – Weiter so! Und am Ende der Fahnenstange? Ich glaube nicht, dass sich die Welt verändern wird, der Mensch ist und bleibt gierig, neidisch und strebt nach Macht! Das zeigt die Geschichte! Trotzdem ist diese Situation für jeden von uns wahrscheinlich die einzige Chance, sein Leben und sein Wirken gründlich zu überdenken! Zeit dafür wäre ja genug da....In diesem Sinne, bitt´schön xund und brav bleiben!

von Christian Kölbl, Arnreit


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