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ATTERSEE. Die neue Tauchattraktion „Abenteuer Pfahlbau unter Wasser“ im Attersee ist eröffnet. An drei Stationen können sich die Taucher im Attersee ab sofort über das UNESCO-Welterbe der Pfahlbauten informieren.

Ein Taucher betrachtet die Tafeln am Pfahlbauhaus in Weyregg am Attersee. Foto: Kuratorium Pfahlbauten

„Das ist eine große Bereicherung für die Tauchbegeisterten, die zu uns kommen“, freut sich Günther Oberschmid vom Tauchkompetenzzentrum Attersee. Von Anfang an war er in die Entwicklung und Umsetzung des Projektes, welches vom Tourismusverband Attersee-Attergau gemeinsam mit dem Tauch-Kompetenz-Zentrum Attersee initiiert wurde, eingebunden. Geleitet hatte dieses einzigartige Tauch-Projekt Günter Oberschmid, Obmann des Tauch-Kompetenz-Zentrums Attersee und Christian Schirlbauer, der jüngst nach fast 19-jähriger Tätigkeit als Geschäftsführer des Tourismusverbands Attersee-Attergau ausgeschieden ist.

Investition, die sich lohnt

Schirlbauer berichtet: „Diese Investition, bei der uns das Bundesministerium für Tourismus und Nachhaltigkeit so großzügig unterstützt hat, wird sich lohnen. Das lassen die ersten Zahlen jetzt schon erkennen.“ „Die Taucher sind besonders in der kälteren Jahreszeit eine der wichtigsten Zielgruppen hier am Attersee sowie im Attergau und offensichtlich kommt das Abenteuer Pfahlbau unter Wasser bei ihnen sehr gut an“, freuen sich auch Angelina Eggl, die neue Geschäftsführerin des neu gegründeten Tourismusverbandes Attersee-Attergau und ihr Team. Dass sich nun genau diese Zielgruppe endlich adäquat mit dem Thema der zumeist unter Wasser verborgenen UNESCO-Pfahlbauten ansprechen lässt, das begeistert vor allem Cyril Dworsky. Dworsky steht als nationaler Manager dem Kuratorium Pfahlbauten vor, welches den österreichischen Teil der sich über mehrere Länder erstreckenden Welterbestätte verwaltet. „Diese Überreste der stein- und bronzezeitlichen Dörfer sind sehr empfindlich. Daher herrscht an allen Fundstellen Tauchverbot.“ So sei es also bislang auch jenen Menschen, die sich theoretisch den Fundstellen unter Wasser hätten nähern können, nicht möglich gewesen, in die Welt der Pfahlbauten einzutauchen.

Mehr Taucher unter Gästen

Bei der großen Eröffnungsfeier im Hotel Ragginger in Nußdorf am Attersee war der Andrang entsprechend groß. Maria Ragginger, Gastwirtin aus Nußdorf und selber begeisterte Taucherin, hat schon einen der neuen Tauchplätze – den „Pfahlbauwald unter Wasser“ – betaucht. „Wir merken in der Gastronomie in Nußdorf schon einen deutlichen Anstieg tauchender Gäste“, freut sie sich und möchte gerne, wenn es ihre Zeit erlaubt, auch den beiden anderen neuen Tauchplätzen einen Besuch abstatten.

Eigener Stempel liegt auf

„Die Taucher sind begeistert von den drei neuen Tauchattraktionen im Attersee“, berichtet auch Tauchlehrerin Nadine Bockmüller von der Tauchschule „under pressure“. Vor allem die Größe der Pfahlbaufiguren beim Tauchplatz Hinkelsteine wäre überraschend und durch ein Pfahlbauhaus zu tauchen sei schon etwas ganz Besonderes, so der O-Ton. „Es gibt sogar einen eigenen Stempel für diese außergewöhnlichen Tauchplätze für das Logbuch, das ja bei den Tauchern denselben Stellenwert hat wie der Hüttenstempel bei den Wanderern“, schmunzelt sie.

Hintergrundinformation

Das Projekt „Abenteuer Pfahlbau unter Wasser“ wurde gefördert vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus, Abteilung für Tourismusförderungen, sowie dem Land Oberösterreich, Abteilung Wirtschaft. Die Projektleitung hatte Christian Schirlbauer, ehemals Tourismusdirektion Attersee, inne. Die Umsetzung erfolgte in Kooperation mit dem Kuratorium Pfahlbauten, UNESCO-Welterbe der Prähistorischen Pfahlbauten um die Alpen in Österreich und dem Tauchkompetenzzentrum Attersee.


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