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ATTNANG-PUCHHEIM. Der Brucknerbund Attnang-Puchheim veranstaltete in der Basilika Maria Puchheim ein Chor- und Orchesterkonzert mit dem Kammerorchester Attnang-Puchheim und dem Kirchenchor Maria Puchheim sowie den Solisten Benjamin Feilmair/Klarinette), Gertrud Habicher/Sopran, Rosemarie Löffler/Alt, Christian Havel/Tenor und Simon Oberleitner/Baß. Die Leitung hatte Hans Schifflhuber.

Benjamin Feilmair
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Das Programm (Mozart, Hadn, Brahms, Mascagni) und die Interpretation waren großartig. Das Kammerorchester Attnang-Puchheim war in Hochform; Hans Schifflhuber führte den Klangkörper durch das ganze Programm zu zexzellentem Spiel. Nach der Ouverture zu „Die Entführung aus dem Serail“ spielte Benjamin Feilmair (*1991) den Solopart im Klarinettenkonzert in A-Dur KV 622 (eine der „herrlichsten Gaben des Salzburger Genius“). Feilmayr brachte den Klangcharakter des Instruments wunderbar beseelt, mit gesanglicher Süße und konzentrierter Innigkeit zum Ausdruck.

Im zweiten Satz (Allegretto) der Symphonie Nr. 100 (“Militärsymphonie“) von Joseph Haydn kam der militärische Charaktuer des Werkes nicht nur durch den Einsatz von großer Trommel, Triangel und Becken, sondern auch durch den Rhythmus und die schmissige Interpretation groß heraus, während im 3. Satz das Menuett - ohne Bezug auf den 2. Satz - eher tolpatschig und das Trio drastisch-humorvoll vorübertänzelte.

Der Ungarische Tanz Nr. 5 von Johannes Brahms erklang voll Vitalität, das Intermezzoi aus Cavalleria rusticana war ein lyrischer Einschub im Verismo.

Zuletzt wurde die „Nicolai-Messe“ (Missa in hororem Sancti Nicolai, G-Dur, HV XXII/6, auch „Sechsviertelmesse genannt) von Joseph Haydn aufgeführt. Es war ein Schlussstück, das man sich kaum prachtvoller vorstellen kann: Orchester, Vokalquartett und Chor brachten vom Kyrie bis zum letzten Takt zu tiefen, fröhlichen Glauben Haydns hervorragend zum Ausdruck, strahlten Zuversicht und Freude aus.

Es war Musik zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen.

(von Fred Androsch)


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