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ATTNANG-PUCHHEIM. Revierinspektor Philipp Stieb aus Attnang-Puchheim und sein Kollege Revierinspektor Jürgn Pfistermüller wurden im März zu Lebensrettern. Dafür überreichte ihnen Landeshauptmann Josef Pühringer Dank- und Anerkennungsurkunden.  
 

Landeshauptmann Josef Pühringer hat die Urkunde an Philipp Stieb überreicht. Foto: Land OÖ/Kraml

Die beiden bemerkten am 2. März ein Fahrzeug, das mit eingeschalteter Warnblinkanlage, überhöhter Geschwindigkeit und hupend durch Wels fuhr. Die Beamten fuhren dem Auto nach. Dabei stellten sie fest, dass sich auf der Rückbank eine Frau bzw. ein Kindersitz befand und vermuteten daraufhin, dass es sich um einen Notfall handeln könnte.

Das Auto stoppte und ein völlig aufgelöster Mann sprang mit einem Kleinkind im Arm aus dem Auto, lief auf die Polizisten zu und schrie in gebrochenem Deutsch „Kind, tot, Luft!“ Revierinspektor Stieb sah, dass das Kind im Gesicht bereits bläulich angelaufen war, leblos wirkte und auch auf keinen Schmerzreiz reagierte. Er drückte mehrmals mit drei Fingern auf den Brustkorb des Kindes und instruierte den Vater, er solle es über die Nase und den Mund leicht beatmen. Währenddessen wurde ein Notarzt angefordert.

Aufgrund der prekären Lage wurde von den Polizeibeamten jedoch dann selbst entschieden, direkt ins Krankenhaus zu fahren. Während der Fahrt wurde die Herzdruckmassage weitergeführt. Kurz vor Eintreffen im Krankenhaus fing das Kleinkind zu husten an und öffnete die Augen. Im Krankenhaus wurde das Kleinkind sofort an mehrere Ärzte übergeben und im Schockraum behandelt. Durch das beherzte und couragierte Eingreifen der Beamten konnte so das Leben des kleinen Mädchens gerettet werden.


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