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Lebensmittelhersteller Spitz macht Schule

Martina Ebner, 16.08.2019 11:31

ATTNANG-PUCHHEIM. Mit rund 700 Mitarbeitern trägt der Lebensmittelhersteller Spitz maßgeblich zur wirtschaftlichen Sicherheit in Oberösterreich bei. Auch im Bildungsbereich engagiert sich das Traditionsunternehmen mit zahlreichen Maßnahmen. So wurden in Zusammenarbeit mit Absolventen der HTL für Lebensmitteltechnologie Wels erst kürzlich neue Erkenntnisse rund um den Nachweis von Alicyclobacillus-Bakterien erarbeitet, die vor allem in der Fruchtsaftherstellung ein Risiko darstellen.

Alfred Böck, Leitung FEQS bei Spitz, Simon Kaiser, Leiter der Arbeitsgruppe Mikrobiologie bei Spitz, mit den beiden Maturanten Lukas Atzmüller und Gerald Brandstetter sowie Barbara Blauensteiner, Professorin an der HTL für Lebensmitteltechnologie Wels (v.l.)

Der Lebensmittelhersteller Spitz gilt in der Region nicht nur als sicherer Arbeitgeber, sondern ist zudem stets auf der Suche nach ambitionierten Nachwuchstalenten. Dies betrifft einerseits die Lehrlingsausbildung, die angehende Lebensmitteltechniker, Metalltechniker, Elektrotechniker sowie Industriekauffrauen und –männer bei Spitz absolvieren können, andererseits aber auch Kooperationen mit Schulen, Universitäten und Fachhochschulen.

HTL-Absolventen erforschen Alicyclobacillus-Bakterien

Zuletzt konnten Gerald Brandstetter und Lukas Atzmüller, Maturanten der HTL für Lebensmitteltechnologie Wels, im Rahmen ihrer Abschlusspräsentation mit beeindruckenden Ergebnissen punkten. Sie wurden von Spitz mit der Diplomarbeit „Nachweis und Dekontamination von Alicyclobacillus“ beauftragt. Bei Alicyclobacillen handelt es sich um sporenbildende Bakterien, die in der Fruchtsaftherstellung als gefährliche Verderbs-Erreger gefürchtet sind. Im Zuge der Projektarbeit verglichen Gerald Brandstetter und Lukas Atzmüller verschiedene Analysemethoden. Zudem wurden diverse Monitoring- und Dekontaminationsverfahren getestet. Auf Basis der Ergebnisse der beiden Absolventen entschied sich Spitz dazu, für das Spitz Mikrobiologie-Labor einen GeneDisc-Cycler anzuschaffen.

Mikrobiologisches Schnelltestsystem

Simon Kaiser, Leiter der Arbeitsgruppe Mikrobiologie bei Spitz, erklärt dazu: „Die Ergebnisse der Projektarbeit wurden von Gerald Brandstetter und Lukas Atzmüller nicht nur ausführlich und kompetent dargestellt, sie haben uns auch dazu animiert, in eine innovative real-time-PCR-Analsenmethode zu investieren. Dadurch können Mikroorganismen spezifisch auf DNA-Ebene nachgewiesen werden. Getränkeverderbende Mikroorganismen, wie Alicyclobacillen und Hefen, werden mit diesem Analysenverfahren innerhalb von zwei bis 24 Stunden, statt wie bisher nach vier bis acht Tagen nachgewiesen. Unsere Reaktionszeit bei Auffälligkeiten kann daher deutlich reduziert werden. Neben den klassischen getränkeschädlichen Mikroorganismen können mit dem neuen Nachweisverfahren auch gesundheitsschädliche Keime, wie Salmonellen, Listerien und Staphylokokken frühzeitig erkannt werden.“


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