Studie über Alkohol in Lebensmitteln
BAD HALL. Beim Innovation-Award der Fachhochschule Wels gewann die 24-jährige Bianca Wallner den dritten Preis in der Kategorie „Umwelt und Naturwissenschaften“.

Viele Lebensmittel wie Backwaren, Fruchtsäfte oder fermentierte Milchprodukte weisen einen natürlichen Alkoholgehalt auf. Anderen Lebensmitteln werden geringe Mengen Alkohol bewusst zugesetzt, um die Haltbarkeit zu verlängern. Bisher konnte nicht geklärt werden, ob diese eingesetzten Alkoholmengen eine gesundheitliche Auswirkung auf Kinder aufweisen oder überhaupt im Blut nachweisbar sind.
Feldstudie mit Erwachsenen und Kindern
„In meiner Masterarbeit habe ich eine Feldstudie mit Erwachsenen und 35 Volksschulkindern durchgeführt. Die Kinder erhielten 0, 0,3 und 0,6 Gramm Ethanol in einem Orangensaft-Wasser-Getränk (0,15 Liter) verabreicht. Anschließend wurde der Alkoholspiegel im Blut und im Atem nach 30, 45 und 60 Minuten gemessen“, erzählt Bianca Wallner. Eine besondere Herausforderung bestand aufgrund unterschiedlicher Messmethoden. Nämlich Atemluft im Vergleich zu Speichel- und Blutkonzentrationen. Bei Erwachsenen konnte bei einem Gramm Ethanol auf 0,1 Liter Wasser kein Anstieg des Alkoholspiegels gemessen werden. Bei Kindern konnte Wallner feststellen, dass nur dann der Alkoholspiegel steigt, wenn Kohlehydrate, zum Beispiel Zucker, zusätzlich zugeführt wurden.
Risiko neu bewerten
„Ich habe nun ein Modell erstellt, welches einen Schwellenwert des Blutalkoholspiegels beschreibt. Somit kann das Risiko der Aufnahme geringer Alkoholmengen aus Lebensmitteln bei Kindern neu bewertet werden“, sagt die Bad Hallerin. Die 24-Jährige geht nun nach einer halbjährigen Weltreise auf Jobsuche.


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