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BAD ISCHL. Prinzipiell sei man für ein modernisiertes, zeitgemäßes Landes-Tourismusgesetz. Für die regionalen Tourismusgemeinden würde der Entwurf aber Belastungen und Probleme bedeuten, so die Bürgermeister Hannes Heide (Bad Ischl) und Egon Höll (Obertraun).

Das in Ausarbeitung befindliche Tourismusgesetz soll nach Wunsch der SP-Regionspolitiker den Verbleib der hier erwirtschafteten Gelder für Projekte gewährleisten.

„Eine einheitliche Ortstaxe von zwei Euro und effiziente Größen bei Tourismusverbänden sind natürlich richtig. Aber die Wertschöpfung muss da bleiben, wo sie erwirtschaftet wird“, sagt Bad Ischls Bürgermeister Hannes Heide. Geht es nämlich nach dem vorliegenden Entwurf der Landesregierung sollen die Tourismusabgaben zur Gänze an ein Landesgremium gehen, das über deren Verwendung und Projekte entscheidet. Jene 3,5 Prozent der Tourismusabgabe, die die Gemeinden für Verwaltungsaufgaben (touristisches Anmeldewesen) bis dato erhalten, wären somit verloren. Heide betont, dass die Stadtgemeinde viele Kosten für den Erhalt von touristischer Infrastruktur (Kulturveranstaltungen, Kongress & Theaterhaus, Wanderwege, Katrin-Seilbahn, Museen, Loipenbetreuung) übernimmt: „Selbst wenn wir die Kosten nur zu 50 Prozent dem Tourismus zuordnen, kommen wir auf über eine Million Euro Förderung.“

Umleitung regionaler Einnahmen

„Es kann nicht sein, dass uns Ressourcen entzogen werden, gleichzeitig aber neue Aufgaben aufgehalst werden“, meint Obertrauns Bürgermeister Egon Höll. Er befürchtet, dass die regionalen Einnahmen in den „Innovationspool“ des Landes umgeleitet werden und dort nach „Gutdünken“ umverteilt werde. Gegen eine zentralistische Umverteilung spricht sich auch Unternehmer Lulzim Fejzullahi aus: „Regionale Entscheidungen sind wichtig, weil die Touristiker vor Ort die lokalen Bedürfnisse und Probleme kennen.“


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