Bad Leonfelden: Regionale Braukunst
Bad Leonfelden. Schwarzer Baron oder Chilly Billy. Nein, bei den Begriffen handelt es sich nicht um die Songs einer Heavy Metal Band. Vielmehr sind es die bierigen Kreationen, die Gerald Weixelbaumer und Richard Mühleder in Eigenregie herstellen.

Nach einem kurzen Gastspiel in einer fremden Brauerei war es vor etwas mehr als einem Monat endlich so weit. Der erste eigene Sud kam aus der eigenen Brauanlage. „Wir hatten schon länger unsere Visionen von eigenen Bieren“, erklärt Gerald Weixelbaumer. Wie diese Vorstellung aussieht, erklärt Richard Mühleder an einem Beispiel: „Ich bin ein großer Liebhaber von Stout-Bieren. Habe aber – auch aus Rücksicht auf regionale Gepflogenheiten – den Geschmack etwas angepasst. So findet sich in unserer Variante ein deutlicher Anteil an Kohlensäure. Apropos Kohlensäure – diese entsteht bei den zwei Bierliebhabern direkt in der Flasche. „Wir wollen unseren Bieren Charakter und eine Persönlichkeit mitgeben, wie das bei Craft-Bieren international üblich ist. Deswegen setzen wir auf diese Methode“, erklärt Mühleder.
Viel Zeit ist notwendig
Momentan werden wöchentlich etwa 200 bis 250 Liter in der kleinen Seitengasse nahe des Leonfeldner Hauptplatzes erzeugt. Klingt auf den ersten Blick nicht besonders viel, doch Weixelbaumer und Mühleder betreiben die Brauerei neben ihren Brotberufen. Weixelbaumer: „Eigentlich sind wir in unserer Freizeit nur mit dem Bierbrauen beschäftigt. Das erfordert viel Verständnis von Familie und Freunden.“ Und Mühleder ergänzt: „Sollte sich unser Bierausstoß einmal verdoppeln, werden wir es wohl kaum neben unserer Arbeit schaffen. Aber dies ist zurzeit noch Zukunftsmusik.“<


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