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BAD LEONFELDEN. Bereits zum 25. Mal wurde der Solidaritätspreis der KirchenZeitung Diözese Linz verliehen. Unter den acht Preisträgern waren auch Elisabeth Birngruber und Judith Hartl aus Bad Leonfelden mit ihrem Kinderchor AVODAH.

Der Kinderchor AVODAH wurde mit dem Solidaritätspreis ausgezeichnet. Foto: KiZ/Litzlbauer
  1 / 2   Der Kinderchor AVODAH wurde mit dem Solidaritätspreis ausgezeichnet. Foto: KiZ/Litzlbauer

Wenn in Bad Leonfelden Lieder wie „Wien, Wien, nur du allein“oder „Fein sein, beinander bleiben“ erklingen, dann könnte der Kinderchor AVODAH dahinter stecken. Kinder aus Österreich, Afghanistan und dem Iran sind Mitglieder dieses Chores. Junge Christen und Muslime zwischen sechs und 14 Jahren proben seit Herbst 2015 jede Woche gemeinsam auf dem Bauernhof von Elisabeth Birngruber. Sie leitet dort gemeinsam mit Judith Hartl den Chor. Der Chor, der zum Verein graniART gehört, will mit Musik Menschen zusammenzubringen: alt und jung, verschiedene Nationalitäten und unterschiedliche Religionen. „Kultur eignet sich am besten, das Miteinander zu stärken“, sagt Birngruber. Der junge Chor tritt in Altenheimen, psychosozialen Einrichtungen und Flüchtlingsunterkünften auf. Die Kinder von AVODAH machen auch Auslandsreisen nach Israel. Dort besuchen sie Altösterreicher – und singen für sie. Im Juli ist bereits die dritte Reise nach Israel geplant. 

Rund 250 Gäste nahmen im Landhaus Linz an der Verleihung des 25. Solidaritätspreises teil. Insgesamt acht Einzelpersonen und Gruppen wurden für beispielhaftes solidarisches Wirken ausgezeichnet. Das Land Oberösterreich und die Diözese Linz unterstützen den Preis. Die Preise wurden von Bischof Manfred Scheuer, Landeshauptmann Thomas Stelzer und Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer überreicht. 

„Gestalter des demokratischen Lebens“ 

Landeshauptmann Thomas Stelzer verwies auf die vielen Gedenken und Jubiläum im heurigen Jahr, in die sich das 25-Jahr-Jubiläum des Solidaritätspreises selbstbewusst einreihe. Er appellierte an die Eigenverantwortlichkeit eines jeden Menschen, die Möglichkeiten für ein gutes Leben auszuschöpfen. Gleichzeitig würdigte er die Preisträger, die nicht nur für sich selbst verantwortlich sein wollten. „Sie sind  Gestalter unseres demokratischen Lebens und halten die Verbundenheit in unserem Land hoch.“


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