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Markus Achleitner über Herausforderungen und Ziele in der Gesundheitsbranche

Sabrina Lang, 09.02.2017 16:44

BAD SCHALLERBACH/AICHKIRCHEN. Das neue interessenspolitische Sprachrohr von mehr als 200 Gesundheitsbetrieben in Oberösterreich heißt Markus Achleitner. Als neuer Obmann der Wirtschaftskammer-Fachgruppe will Achleitner für die Mitgliedsbetriebe vor allem eines: Nutzen stiften.

Markus Achleitner ist neuer Obmann der Fachgruppe für Gesundheitsbetriebe und Bäder in Oberösterreich. Foto: Eurothermen

Tips: Welche Aufgaben erwarten Sie als neuen Obmann der Fachgruppe Gesundheitsbetriebe und Bäder?

Markus Achleitner: Ich bin interessenspolitisches Sprachrohr dieser Betriebe und trage dazu bei, dass die Rahmenbedingungen möglichst optimal sind und uns die Bürokratiewelle nicht noch mehr belastet als ohnehin schon jetzt.

Welche Ziele möchten Sie erreichen und welche Projekte umsetzen?

Wichtigstes Ziel ist das Stiften von Nutzen für unsere Mitgliedsbetriebe – sie in allen Fragestellungen mit richtigen Antworten zu unterstützen und sie für die Herausforderungen ihres jeweiligen Tätigkeitsgebietes zu servicieren, darum wird es beim immer komplexeren Geschäftsalltag vermehrt gehen. Wissensvermittlung und Erfahrungsaustausch wird es beispielsweise beim „OÖ. Bädertag“ im April geben, bei dem vor dem Start der Sommersaison die wichtigsten Themen – von Normen bis zu Rechtsfragen und Dienstleistungsschulungen – geschult und diskutiert werden. Eine ähnliche Veranstaltung planen wir für die Gesundheitsbetriebe.

Welchen Stellenwert haben Gesundheitsbetriebe in Wirtschaft und Gesellschaft?

Die Gesundheitsbetriebe sind ein immenser Wirtschafts- und Arbeitsplatzfaktor. Deren Bedeutung wird sich durch die demographische Entwicklung – Stichwort alternde Gesellschaft – massiv erhöhen. In meiner Funktion als Obmann-Stellvertreter des Fachverbandes der Gesundheitsbetriebe in der Wirtschaftskammer Österreich vertrete ich über 2500 Betriebe – alleine daran sieht man die Größe und Bedeutung der Gesundheitsbranche.

Was wird die größte Herausforderung in Ihrer neuen Funktion?

Es wird Anstrengungen aller Beteiligten bedürfen, die steigenden Quantitäten bei gleicher oder steigender Qualität in einem leistbaren Finanzierungsrahmen zu halten. Dies gilt für das gesamte Gesundheitssystem und für die Bäderanlagen – bei knapper werdenden finanziellen Spielräumen wird man Veränderungsprozesse aktiv angehen müssen, um den Menschen auch in Zukunft ein Top-Produkt bieten zu können.

Werdegang von Markus Achleitner

Markus Achleitner, ein gebürtiger Aichkirchner, absolvierte nach der Handelsakademie in Wels das Tourismusmanagement-Kolleg in Salzburg.

Seinen beruflichen Werdegang startete er mit 22 Jahren als Hoteldirektor im Hotel Astoria in Pörtschach.

Auch die erste Welser Gasthausbrauerei, das Gerstl-Bräu, trug seine Handschrift. Anfang 1997 wechselte Achleitner in das Eurothermenresort Bad Schallerbach. Ab 2006 setzte er als Geschäftsführer der OÖ Thermenholding die von ihm entwickelte „OÖ. Thermenstrategie 2010“ um.

Mit rund 850 Mitarbeitern, einem jährlichen Nettoerlös von knapp 57 Millionen Euro, 1,45 Millionen Thermenzutritten, 330.000 Therapien und 245.000 Nächtigungen präsentiert sich die OÖ Thermenholding heute als Oberösterreichs größter Tourismusbetrieb.

Als neuer Obmann der Fachgruppe der Gesundheitsbetriebe vertritt Achleitner in Oberösterreich nun mehr als 200 Betriebe (Kur- und Reha-Heime, MR/CT-Ambulatorien, Altenheime sowie Frei- und Hallenbäder).


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