Werkzeug schmieden wie anno dazumal
Bad Wimsbach-Neydharting. In der Hackenschmiede hält der Kulturverein altes Handwerk lebendig. Es wurde wieder ein Sappl von Hand geschmiedet.

Bei diversen Vorführungen gewähren Knud Englbrecht und einige Schmiedehelfer immer wieder Einblicke in die Fertigung einer Hacke. Nach über einem halben Jahrhundert verließ nun wieder ein handgefertigter Sappl die Hackenschmiede.
An zwei Abenden versuchten sich die Schmiede, unter der Anleitung des erfahrenen Schmieds Karl Silberbauer, an der Herstellung. Vom Rohmaterial zum fertigen Werkzeug führten sie alle notwendigen Schritte bis hin zur Wärmebehandlung aus. Mit Altbürgermeister und Schmied Walter Schindlauer hatte man auch die richtige Ansprechperson, um ein in der Schmiede entstandenes Werkzeug mit einem Stiel zu versehen. Walter Schindlauer war einer der letzten Schmiedelehrlinge, die Ende der 1950er Jahre noch miterlebten, wie ein Sappl per Hand in der Hackenschmiede gefertigt wurden.
Da es schon lange eine wertschätzende Verbindung zwischen der Tischlerei SFK und der Hackensschmiede gibt, war es naheliegend, den ersten Sappl, der seit über einem halben Jahrhundert wieder die Hackenschmiede verlässt, dort hinzugben. SFK Tischler ist ein klassischer Familienbetrieb, der aber alles andere als eine typische Tischlerei ist, dort weiß man den handgefertigten Sappl in guten Händen. Passend zum Brauch des Liachtbratl-Montag überreichte man den Sappl an Gerhard Spitzbart, Bundesinnungsmeister der Tischler und Holzgestalter und Geschäftsführer von SFK. Als Dank folgte die Einladung auf das Liachtbratl.


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