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Verkehrsunfall ließ Braunauer Kokain-Netzwerk und Immobilienbetrug auffliegen

Online Redaktion, 09.02.2023 13:01

BEZIRK BRAUNAU. Durch einen Verkehrsunfall im September letzten Jahres im Braunauer Stadtgebiet ist die Polizei auf einen 32-Jährigen aus dem Bezirk Braunau aufmerksam geworden. Im Fußraum des Unfallautos wurde damals Kokain gefunden, das vom 32-Jährigen stammt. Dieser Fund ließ ein ganzes Kokain-Netzwerk auffliegen.

 (Foto: Weihbold)
(Foto: Weihbold)

Der 32-jährige, im Rotlichtmilieu etablierte Haupttäter, kaufte Kokainbestände von Hintermännern aus dem Bezirk Braunau und lagerte diese bei seiner Lebensgefährtin. Danach verkaufte er die Drogen zum Teil an einen 20- jährigen rumänischen Subdealer, an den Geschäftsführer eines Dienstleistungsunternehmens und diverse weiterer Abnehmer weiter. Der Rumäne verkaufte das Kokain an Abnehmer, der Geschäftsführer an seine Mitarbeiterinnen. Es dauerte mehrere Monate, bis die Polizei den Kokainfluss bis ins Details nachvollziehen konnte.

Insgesamt wurden acht Personen ausgeforscht, die – zum Teil jeder für sich – eine größere Menge Kokain in Verkehr setzte. Bei zwei Schwerpunkttagen gegen den Drogenhandel Ende Dezember 2022 gelang es den Ermittlern innerhalb weniger Stunden elf Durchsuchungsanordnungen zu vollziehen und dabei sieben Personen festzunehmen. Nach einer weiteren Person wird mit Haftbefehl gefahndet.

Kredit- und Immobilienbetrug

Bei den Durchsuchungen wurden elektronische Beweismittel, Kokain- und weitere Drogenbestände, Bargeld, gefälschte Dokumente, unterdrückte Zahlungsmittel und verbotene Waffen wie Totschläger, Schlagringe usw. sichergestellt. Durch die Auswertung der Beweismittel deckte die Polizei zahlreiche Delikte auf, darunter Brandstiftung, falsche Beweisaussagen vor Gericht und Urkundenfälschungen im Zusammenhang mit Immobilienverkäufen. So sollen sich zum Beispiel Leasingarbeiter mit Migrationshintergrund durch falsche Ausweise Kredite erschlichen haben. Der Schaden dabei liegt im sechsstelligen Eurobereich. In diesem Zusammenhang wurden 75 Personen ausgeforscht und angezeigt.


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