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LENGAU. Das geschichtsträchtige Gasthaus in Schneegattern wird abgerissen und auf dem Areal wird ein Neubau mit Wohnungen errichtet.

1919 kam das Gasthaus in Schneegattern in den Besitz der Familie Pühringer. (Foto: Gemeinde Lengau)
  1 / 4   1919 kam das Gasthaus in Schneegattern in den Besitz der Familie Pühringer. (Foto: Gemeinde Lengau)

Herkunft des Ortsnamen Schneegattern

Bis zum 12. März 1910 trug die Ortschaft Schneegattern den Namen „Weißenbach“. Den Namen erhielt die Siedlung durch den, wegen seiner weißen Kieselsteine, bekannten Weißenbach. Um weitere Verwechslungen mit Orten gleichen Namens zu vermeiden, wurde der Name vom k. und k. Ministerium des Inneren nach dem Gasthaus Nummer eins „Im Schneegadern“ geändert. Bei diesem Gasthaus soll ein größerer Holzzaun gewesen sein, hinter dem sich der Schnee lange gehalten hat, darum der Name „Im Schneegadern“.

 Zur Geschichte des Gasthauses „Im Schneegadern“

Das Gebäude an der Straße von Salzburg nach Ried fungierte bereits 1767 bis 1779, zur Zeit der Jagdpacht des bayerischen Grafen Tattenbach, als Unterkunft für das Jagdpersonal und war zugleich auch Gasthaus. In den darauffolgenden Jahren wechselte das Gebäude einige Male ihre Wirten und Besitzer.

  • 1779: Andreas Windwarter
  • 1813: Josef Windwarter
  • 1820: Michael Würzinger
  • 1831: Paul Schmidhammer
  • 1873: Michael Schmidhammer
  • 1894: Karl Lettner

1919 kam das Gasthaus in den Besitz der Familie Pühringer aus Lengau.

Im Laufe der Zeit entwickelte sich das Landwirtshaus mit gutbürgerlicher Küche zu einem Haubenlokal, das weit über die Gemeindegrenzen hinaus Bekanntheit erlangte. Viele prominente Gäste schätzten die vorzügliche Küche und beehrten das Lokal mit ihrer Anwesenheit.

Aus wirtschaftlichen Gründen musste die Familie Pühringer, in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts, das Gasthaus verkaufen. Bis man einen privaten Käufer fand, stand das Gasthaus viele Jahre leer. Der Gastbetrieb wurde nicht wieder aufgenommen. So fiel das traditionsreiche und stattliche Wirtshaus in einen „Dornröschenschlaf“, aus dem es leider kein „Erwachen“ mehr gab.

Heute

Eine Baufirma aus Seekirchen erwarb die Realität und wird, nach Abbruch des Hauses, auf dem Areal einen Neubau mit Wohnungen errichten.


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