„Viele wissen gar nicht mehr, wie gutes Obst tatsächlich schmeckt"
BRAUNAU. Heimische Obstsorten erhalten und ihren Wert an künftige Generationen weitergeben. Dies ist das Ziel eines gemeinsamen Projektes des Verein Hortus und vier Schulen in Braunau. Die Schüler beschäftigen sich intensiv mit heimischen Obstsorten – vom Sammeln über das Pressen bis hin zum Pflanzen.

Mehr Schein als Sein lautet heutzutage oft die Devise in den Regalen der Supermärkte. Das Einkaufsverhalten hat sich in den vergangenen Jahrzehnten verändert: Kunden greifen lieber zu perfekt aussehendem Obst, der Geschmack ist dabei Nebensache. Dadurch geraten heimische Äpfel und Birnensorten immer mehr ins Hintertreffen, weiß der Obmann vom Verein Hortus Ingo Engel: „Das hat zur Folge, dass viele Kinder – und auch Erwachsene – heute gar nicht mehr wissen, wie gutes Obst tatsächlich schmeckt.“ Der Braunauer Verein, der sich der Erhaltung, Entwicklung und Förderung von Kultur- und Wildpflanzen sowie Tierrassen verschrieben hat, will diesem Umstand entgegenwirken.
So wurde der Hortustag 2015 unter das Motto „Heimisches Obst“ gestellt und ein gemeinsames Projekt mit den Volksschulen Laab, Neustadt und Ranshofen sowie der Pestalozzischule in Braunau gestartet. In den nächsten Wochen werden sich die Schüler intensiv mit heimischen Obstsorten beschäftigen. Sie sammeln Äpfel und Birnen im Obstgarten der Stadtgärtnerei, die sie am 8. Oktober in der Scheune des Schlosses Ranshofen gemeinsam zu Mischsaft pressen. Außerdem besuchen Mitglieder von Hortus die Schulen um verschiedene Obstsorten zu erläutern und in jedem Schulgarten wird ein heimischer Obstbaum gepflanzt. Im Sinne der Nachhaltigkeit werden die Schulen auch in den nächsten Jahren darüber informiert, wie diese Bäume richtig geschnitten werden. Künftig soll die Aktion auch mit Schulen im gesamten Bezirk Braunau ausgeweitet werden.








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