Waldkindergarten: Kompromiss brachte Zustimmung

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Sabrina Reiter Sabrina Reiter, Tips Redaktion, 13.07.2016 11:14 Uhr

MATTIGHOFEN. Das Engagement der Eltern der Waldkindergruppe hat sich ausgezahlt: Nach langen Diskussionen entschied sich der Gemeinderat nun doch einstimig für die Einrichtung eines Waldkindergartens - wenn auch in leicht abgespeckter Form.

Nach dem plötzlichen Aus im April landete das Thema Waldkindergarten bei der letzten Gemeinderatssitzung am 12. Juli nach großen Engagement der Eltern und einiger Gemeinderäte erneut auf der Tagesordnung. Mehrere Vertreter verschiedener Fraktionen forderten die Umsetzung der finalen baulichen Maßnahmen in der Hofau. „Wir, die Unterzeichner, wollen die Hand Richtung SPÖ ausstrecken“, betonte Sonja Löffler (BFM), „denn sie ist notwendig für die Mehrheit und wird das Zünglein an der Waage sein.“ Die SPÖ mit Gemeinderat Harald Treml brachte als Antwort einen Gegenantrag ein. Es soll eine Regelkindergartengruppe entstehen, die einen Tag pro Woche im Wald verbringt. Das gehe jedoch voll am Waldpädagogikkonzept und dem Wunsch der Eltern vorbei, kritisierten die Befürworter. Doch mit dieser Idee liebäugelte auch die FPÖ, die sich schon seit Februar letzten Jahres gegen den Waldkindergarten ausprach. Die jetzt dafür genannten Gründe: Die Wiese beim geplanten Standort sei feucht, es gäbe keinen Ausweichraum und keinen Finanzplan und die Nachmittagsbetreung sei schwierig. Das seien Nebensächlichkeiten und eine Frage der Organisation, kritisierte Peter Glas (BFM). FP-Vizebürgermeister Günther Sieberer erklärte weiter, dass auch Überackern nur einen Waldkindergarten habe, weil es die günstigste Variante war. Und auch in Munderfing sei es so, dass die Waldkindergruppe nur an vier Tagen im Wald ist, am fünften können die anderen Kindergartengruppen den Wald nützen.

So stand plötzlich nach langem Hin und Her eine Variante im Raum, mit der sich scheinbar alle Fraktionen anfreunden konnten. Nach einer kurzen Unterbrechung zur Beratung wurden die beiden bestehenden Anträge zurückgezogen und ein neuer Antrag auf eine auf vier Tage ausgelegte Sonderform „Waldkindergruppe“ gestellt. Dieser wurde einstimmig angenommen und der Beschluss von den zahlreich erschienenen Bürgern im Zuschauerraum mit Applaus quittiert.

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