Buchveröffentlichung: Vom Verlust der Leere
HOCHBURG-ACH. Günther Resch begab sich in seinem Leben bereits auf vielfältige Berufs- und Weiterbildungswege. Jetzt hat der Supervisor und Lebens- und Sozialberater aus Hochburg-Ach seinen ersten Roman geschrieben.

Ein Mann lebt mit seiner Frau Ende der 60er Jahre in einem Haus in den Bergen. Eines Tages kommt er nach Hause und seine Frau ist verschwunden. Das ist der Ausgangspunkt des Romans „Vom Verlust der Leere“ von Günther Resch. Der Supervisor und Lebens- und Sozialberater aus Hochburg-Ach begibt sich dabei in die Tiefen der menschlichen Psyche.
Umgang mit Verlust
Nachdem die physische Suche nicht erfolgreich ist, beginnt der Protagonist in seinem Inneren nach Antworten zu suchen. Nach und nach tauchen außerdem Briefe auf, die ihm seine Frau hinterließ. Er entdeckt, dass er seine Gefährtin im Grunde schon viel früher verloren hatte. „Das Werk ist eine Art Entwicklungsroman und behandelt den eigenen Umgang mit Verlust. Es geht ganz viel um Beziehungen und auch um die Bereitschaft, sich auf den Weg und auf die Suche zu machen“, erklärt Resch.
Dem Schreiben widmete sich der Autor schon länger. Zuvor waren es Tagebucheinträge, Fachartikel, Gedichte und Kurzgeschichten. Der Schreibimpuls zu diesem Werk kam durch das Betrachten eines indischen Holzkästchens. „Ich begann über den Gegenstand zu schreiben und daraus entstand dann nach und nach das Buch“, berichtet der Autor. Auch Themen seiner Arbeit und seine Erfahrungen fließen unbewusst ins Geschriebene.
Vielfältiger Lebensweg
Ursprünglich absolvierte Resch die Lehre zum Betriebselektriker, doch schnell merkte er, dass er sich beruflich verändern wollte. Er machte daraufhin die Abendschule zum Sozialarbeiter, war unter anderem Mitbegründer eines Naturkostladens in Braunau und half dabei mit, ein Seminarhaus in der Südsteiermark aufzubauen. Zudem bildete er sich in zahlreichen Bereichen fort und arbeitet derzeit unter anderem als Supervisor für Non-Profit-Organisationen.
Trauma-Arbeit
Eine seiner Spezialisierungen ist die Trauma-Arbeit, die auch sein Werk beeinflusste. „Bei Krankheiten oder Beziehungsproblemen gibt es oft eine weit zurückliegende Vorgeschichte. Mich interessiert, was in den Menschen vor sich geht, die mit dem Leben ringen und wie es ihnen gelingt, ihren persönlichen Lösungsweg zu finden. In der Trauma-Aufarbeitung geht es etwa stark darum, wieder ins Hier und Jetzt zurückzufinden.“
Der Roman sei vor allem an jene gerichtet, die ihr eigenes Beziehungsverhalten reflektieren wollen. Ab Anfang November ist das Werk in jeder Buchhandlung erhältlich. Am 2. November wird es im Ankersaal in Burghausen präsentiert.
> Vom Verlust der Leere, Günther Resch, Verlag am Rande, 22 Euro


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