Naturschutzprojekt im Ibmer Moor zur Rettung der Bekassine

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Im Ibmer Moor gibt es nur noch 15 Paare der stark gefährdeten Vogelart Bekassine. Foto: Michael Dvorak
Theresa Senzenberger Theresa Senzenberger, Tips Redaktion, 21.11.2020 10:47 Uhr

EGGELSBERG. Das Ibmer Moor ist ein Naturjuwel und bedeutendes Brutgebiet für Wiesenvögel. Da es derzeit dort nur noch 15 Bekassinen-Paare gibt, wird eine Initiative gestartet, um das Überleben der seltenen Vogelarten im Europaschutzgebiet zu sichern.

Die Trendwende soll ein neues Naturschutzprojekt einläuten, welches das Land Oberösterreich gemeinsam mit BirdLife Österreich, der LEADER-Region Oberinnviertel-Mattigtal, Billa und Blühendes Österreich – REWE International Privatstiftung realisiert werden soll. Ziel ist es, rund 30 Hektar ökologisch wertvolle Moorwiesen-Lebensräume aufzuwerten.

Gehölze entfernen

Da die Bekassine als Lebensraum baumarme Moore benötigt, werden Gehölze entfernt und die Flächen werden zu offenen Moorwiesen und Sümpfen. Auch anderen Vogel- und Tierarten kommt das zu Gute, denn auch der Große Brachvogel, Schwarzkehlchen, der Kleine Wasserfrosch oder Pflanzen wie die Feuchtwiesen-Prachtnelke bevorzugen diese Umgebung.

Touristische Attraktion

Vom Moor profitieren auch die Menschen, denn nicht nur ist es für die Region eine naturtouristische Attraktion, sondern es speichert auch große Mengen an CO2, laut Ronald Würflinger, Geschäftsführer von Blühendes Österreich, sogar „doppelt so viel Kohlenstoff wie alle Wälder der Welt.“ Gepflegt werden die Feuchtflächen von privaten Grundeigentümern in Abstimmung mit dem Gebiets-management.

„Himmelsziege“

Sollte das Projekt erfolgreich sein, können Besucher fortan mehr in die Welt der Bekassine eintauchen. Beachtenswert ist etwa die Balz der Vogelart. Dabei klingt das Männchen so, als ob eine Ziege meckern würde, weshalb die Bekassine auch den Beinamen „Himmelsziege“ hat.

 

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