Sonntag 14. April 2024
KW 15


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

BURGKIRCHEN. Wie man gut mit körperlichen Anstrengungen und emotionalen Belastungen bei einem Einsatz umgehen kann, übten Feuerwehrleute bei der „Praxisausbildung Personenrettung“ in einer Schottergrube in Burgkirchen.

Bei der Feuerwehr-Ausbildung in Burgkirchen wurden die Übungsszenarien besonders realistisch dargestellt. (Foto: Gerald B. - Photography)
photo_library Bei der Feuerwehr-Ausbildung in Burgkirchen wurden die Übungsszenarien besonders realistisch dargestellt. (Foto: Gerald B. - Photography)

Drei schwerverletzte Arbeiter durch einen Unfall mit einem Bagger oder ein Verkehrsunfall mit vielen Verletzten. Die Übung in der Schottergrube der Firma Lindlbauer Transporte war sowohl körperlich als auch emotional eine Herausforderung für die Teilnehmer. Der Fokus wurde auf das Zusammenspiel der verschiedenen Einsatzorganisationen und die besonders realistische Darstellung von Verletzungen gelegt.

Die vier anspruchsvollen Szenarien verlangten ein hohes Maß an körperlicher Fitness und Ausdauer. Verletzte mussten in einem unwegsamen Gelände aus Fahrzeugen gerettet werden. Die Evakuierung über Gruben und Schotterhaufen war physisch sehr herausfordernd. Die Feuerwehrleute mussten schweres Gerät auf unebenem Terrain tragen, was sowohl Kraft als auch Geschicklichkeit und Koordination erforderte.

Realistische Hilferufe

Zusätzlich dazu waren die Übungspuppen mit realistischen Hilferufen ausgestattet. Durch die realistische Darstellung von Verletzungen und die Notwendigkeit, in einem fremden Umfeld zu agieren, wurde der Druck der Teilnehmer erhöht.

Bei der ersten Station waren die Einsatzkräfte mit vielfältigen Verletzungen konfrontiert. Bei dem Szenario wurde ein Arbeiter von einer Baggerschaufel eingeklemmt. Ein weiterer zog sich eine Platzwunde am Kopf zu. Der dritte Kollege wurde in acht Metern Höhe eingeklemmt.

Die zweite Station befassten sich mit einem Unfall bei Holzarbeiten. Hier musste nicht nur ein Arbeiter, der unter einem Kranarm eingeklemmt war, gerettet werden. Auch ein Traktorfahrer, der wegen des Schrecks einen Herzinfarkt erlitt, musste aus seiner Kabine geholt werden.

Viele Verletzte

Besonders viele Verletzte mussten bei der dritten Station betreut werden. Hierbei galt es, nach einem schweren Verkehrsunfall zu priorisieren und die jeweils passende Rettungsmethode zu wählen. Eine besondere Herausforderung: Der Gesundheitszustand der Patienten änderte sich schnell, was rasch erkannt und zwischen der Feuerwehr und dem Roten Kreuz kommuniziert werden musste.

Sämtliche Einsatzkräfte waren bei dem letzten Szenario, einer Gesamtübung, gefordert. Hierbei wurde eine Situation nach einem Verkehrsunfall mit vier Fahrzeugen simuliert. Ein Auto begann zu brennen, der Fahrer wurde aus dem Fahrzeug herausgeschleudert und wurde im Straßengraben mit schweren Verbrennungen gefunden. Andere Autofahrer wurden in ihren Fahrzeugen eingeklemmt und mussten mit hydraulischen Geräten befreit werden.

Statisten aufwändig geschminkt

Zehn Statisten wurden mit Hilfe eines Realitäts- und Darstellungsteams aufwändig geschminkt. Ihre aufgemalten Wunden, Verbrennungen und andere Verletzungen sollten dadurch möglichst realistisch aussehen.

Bei der Übung arbeiteten Feuerwehren aus dem ganzen Bezirk mit Notärzten, Rettungs- und Notfallsanitätern zusammen. Um die fremden Mannschaften und Materialien effektiv zusammenzuführen, war eine klare Kommunikation entscheidend. Auch nach der Ausbildung wurde auf ein konstruktives Feedback geachtet. Organisiert wurde die Ausbildung vom Bezirks-Feuerwehrkommando unter der Führung von Simon Riffert.

 


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Mehrere Hütten in Flammen: Brand in Schrebergarten-Siedlung in Braunau photo_library

Mehrere Hütten in Flammen: Brand in Schrebergarten-Siedlung in Braunau

BRAUNAU. In der Nacht auf Sonntag standen die Feuerwehren Aching, Braunau, Haselbach und Ranshofen bei einem Brand in einer Schrebergarten-Siedlung ...

Tips - total regional Online Redaktion
Tuningtreffen in Braunau: fünf Kennzeichenabnahmen

Tuningtreffen in Braunau: fünf Kennzeichenabnahmen

BRAUNAU. Großes Tuningtreffen Samstagabend in Braunau: Rund 1.000 Personen mit etwa 350 Auto versammelten sich auf einem Parkplatz, darunter ...

Tips - total regional Online Redaktion
Personensuche endete erfolgreich

Personensuche endete erfolgreich

ENKNACH. In den frühen Morgenstunden des 12. April 2024 wurden die Feuerwehren Neukirchen und Mitternberg zu einer Personensuche alarmiert. ...

Tips - total regional Online Redaktion
Lengauer Theaterfrühling

Lengauer Theaterfrühling

LENGAU/MUNDERFING. Unter dem Motto „Lengauer Theaterfrühling“ spielen die Schauspieler vom „RiesenTheater Lengau“ im April und Mai zwei ...

Tips - total regional Baumann Michelle
Straßenmusikfestival „Music for Peace“ in Burghausen photo_library

Straßenmusikfestival „Music for Peace“ in Burghausen

BURGHAUSEN. Knapp 300 Musiker verwandeln Burghausen am Sonntag, 21. April, in eine grandiose Live-Bühne: Das erfolgreiche Benefiz-Straßenmusikfestival ...

Tips - total regional Baumann Michelle
Wildenauer Straße wird generalsaniert

Wildenauer Straße wird generalsaniert

ASPACH. Die Generalsanierung der L507 Wildenauer Straße in Aspach ist fixiert. Der voraussichtliche Baubeginn ist am Montag, 15. April.

Tips - total regional Theresa Senzenberger, MA
300 Tonnen schwerer Trafo nach Pischelsdorf transportiert photo_library

300 Tonnen schwerer Trafo nach Pischelsdorf transportiert

PISCHELSDORF. In der Nacht von 9. auf 10. April wurde der erste von zwei 380 kV/110 kV-Transformatoren im Umspannwerk Wagenham der Austrian Power ...

Tips - total regional Baumann Michelle
Verena aus Mattighofen: „Ich mag es, sinnvolles Wissen zu vermitteln“

Verena aus Mattighofen: „Ich mag es, sinnvolles Wissen zu vermitteln“

MATTIGHOFEN. Einer der Hauptgründe, warum sich im Bezirk Braunau über 1.000 Menschen in der Freizeit beim Roten Kreuz engagieren, ist das Sinn ...

Tips - total regional Baumann Michelle