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BRAUNAU. Seit 2012 ist das Krankenhaus St. Josef Klimabündnispartner des Landes Oberösterreich. Durch die seither gesetzten Maßnahmen konnte etwa der Erdgasverbrauch deutlich reduziert werden.

Markus Plunger (technischer Leiter im Krankenhaus Braunau, v.l.) und Robert Weiß (Gebäudetechniker Krankenhaus Braunau) (Foto: Krankenhaus Braunau)

50 Prozent weniger Gasverbrauch, 40 Prozent weniger Wasserverbrauch und einen Rückgang des CO2-Ausstoßes um 50 Prozent. So lautet die Bilanz des Krankenhaus Braunau nach zehn Jahren Klimabündnispartnerschaft mit dem Land Oberösterreich. „Die Maßnahmen, die das Krankenhaus Braunau dafür gesetzt hat, sind vielfältig und umfangreich“, berichtet Markus Plunger, technischer Leiter im Krankenhaus Braunau und ergänzt: „Auch bei allen neuen Bauprojekten rücken wir den Umweltschutz und die Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt unserer Planungen.“

Neuer Bauteil wie „Green Building“

So werde der neue Bauteil 10, der 2024 in Betrieb gehen soll, ein sogenanntes „Green Building“, bei dem 25 Prozent Energie im Vergleich zur Bauordnung bei Neubauten eingespart werden sollen. Die dafür nötige Energieeinsparung werde dabei vor allem durch den Einbau einer hocheffizienten Kreislaufverbund-Wärmerückgewinnung bei den Lüftungsgeräten erreicht. Bei der Wärmerückgewinnung wird mit der Wärme bzw. Kühle der Abluft, also der verbrauchten Luft, die zugeführte frische Luft im Winter aufgewärmt und im Sommer gekühlt.

Grüner Strom

Als eine weitere Maßnahme fließe im Krankenhaus Braunau und im Parkhaus neben dem Spital nur „Grüner Strom“. Dieser zertifizierte Ökostrom unterliegt besonders strengen Anforderungen. Der „Grüne Strom“ muss eine Reihe von strengen Umweltkriterien erfüllen, die durch ein unabhängiges Gutachten nachgewiesen werden. „Wir kaufen den Grünen Strom mit dem Umweltzeichen 46 ein. Bei diesem Strom entstehen keine CO₂-Emissionen und kein radioaktiver Abfall. Die Herkunftsnachweise stammen zu 100 Prozent aus Österreich. Nur Ökostromhändler können Grünen Strom anbieten. Damit wird eine mögliche Vermischung mit nicht erneuerbaren Energieträgern unterbunden“, erklärt Markus Plunger.

Pellets und Photovoltaik

Einen ersten wesentlichen Schritt weg vom Gas und hin zu CO2-freieren Heizarten ging das Braunauer Spital bereits im Jahr 2017 mit dem Einbau einer eigenen Pelletsheizung. 2013 wurde die erste Photovoltaik-Anlage errichtet, 2022 eine neue, effizientere Kältemaschine eingebaut. Im Vergleich zur alten Kältemaschine spart diese neue Maschine Betriebskosten, reduziert die Belastung am Stromnetz und senkt den CO2-Ausstoß des Krankenhauses. Zum geringeren Energieverbrauch tragen auch der neue Gaskessel, hocheffiziente Zirkulations- und Umwälzpumpen, die LED- Beleuchtung und das neue Dampfversorgungskonzept bei, das maßgeblich von Gebäudetechniker Robert Weiß mitgestaltet wurde.


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