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BRAUNAU. Ob im kalten See, im Fluss oder im Fass auf der Terrasse – Eisbaden ist im Trend. Dabei taucht man mit dem Körper mehr oder weniger lang in eiskaltes Wasser. Das soll gesund und besonders gut fürs Immunsystem, die Fettverbrennung und Regeneration nach dem Sport sein. Das sagt Alexander Schlichting, Leiter der interdisziplinären Notfallambulanz im Krankenhaus Braunau, zu dem frostigen Trend.

Lisa Buchner aus Holzöster folgt dem frostigen Trend – Eisbaden. Welche Gefahren und positiven Auswirkungen es beim Schwimmen im eiskalten Wasser gibt, erfragt Tips bei Alexander Schlichting. (Foto: privat)
photo_library Lisa Buchner aus Holzöster folgt dem frostigen Trend – Eisbaden. Welche Gefahren und positiven Auswirkungen es beim Schwimmen im eiskalten Wasser gibt, erfragt Tips bei Alexander Schlichting. (Foto: privat)

Tips: Was versteht man unter dem Trend Eisbaden?

Alexander Schlichting: Eisbaden, auch bekannt als Winterbaden, ist das Baden in extrem kaltem Wasser, typischerweise in natürlichen Gewässern wie Seen, Flüssen oder dem Meer, bei Temperaturen, die oft unter fünf Grad Celsius liegen. Diese Praxis wird vor allem in den Wintermonaten ausgeübt und hat in den vergangenen Jahren an Popularität gewonnen.

Tips:Was passiert beim Eisbaden mit dem Körper?

Schlichting: Die Auswirkungen des Eisbadens auf den Körper sind vielfältig und umfassen sowohl physiologische als auch psychologische Effekte. Erstens: Reaktion des Körpers auf Kälte: Beim Eintauchen in kaltes Wasser reagiert der Körper mit einer Schockreaktion, die zu einer Verengung der Blutgefäße und einer Umleitung des Blutflusses in Richtung der lebenswichtigen Organe führt. Dieser Vorgang kanndie Durchblutung verbessern und das Herz-Kreislauf-System stärken. Zweitens: Ausschüttung von Hormonen: Der Kältereiz führt zur Freisetzung von Adrenalin und Noradrenalin, Stresshormonen, die eine Reihe von Reaktionen im Körper auslösen wie die Erhöhung des Stoffwechsels zur Wärmeproduktion. Endorphine, die ebenfalls freigesetzt werden, können zu einem gesteigerten Wohlbefinden und einer euphorischen Stimmung führen. Drittens: mögliche Stärkung des Immunsystems: Regelmäßiges Eisbaden kann das Immunsystem trainieren und stärken. Einige Studien deuten darauf hin, dass es zu einer Erhöhung bestimmter Immunzellen und einer verbesserten Abwehrfähigkeit gegen Krankheitserreger kommen kann. Viertens: Verbesserung der mentalen Gesundheit: Viele Eisbader berichten von einer verbesserten Stressresistenz, mentaler Klarheit und einer allgemeinen Steigerung des Wohlbefindens.

Tips:Gibt es dazu wissenschaftliche Studien?

Schlichting: Insgesamt ist Eisbaden eine Praxis, die bei richtigerAnwendung und Beachtung derSicherheitsmaßnahmen potenziell positive Effekte auf Körper und Geist haben kann. Es gibt in der Tat Studien und Metastudien, die vor allem eine Steigerung der „kognitiven“ Leistungen untersucht haben, allerdings zu keinem einheitlichen Schluss kommen. Es ist jedoch wichtig, individuelle gesundheitliche Bedingungen zu berücksichtigen und sich langsam und unter Aufsicht an diese extreme Form der Kälteexposition zu gewöhnen.

Tips:Was sollten Anfänger beim Eisbaden beachten? Gibt es gesundheitliche Gefahren?

Schlichting: Eisbaden birgt Risiken insbesondere für Personen mit Herzerkrankungen oder anderen gesundheitlichen Problemen. Es ist wichtig, vor Beginn des Eisbadens ärztlichen Rat einzuholen. Zudem sollte man niemals alleine Eisbaden gehen und die Zeit im kalten Wasser begrenzen, um Unterkühlung und andere Gefahren zu vermeiden. Üblicherweise beginnt man mit sehr kurzen Sequenzen, die man langsam steigert, um eine Adaptation an den plötzlichen Temperaturwechsel zu erreichen.

„Es ist wichtig, vor Beginn des Eisbadens ärztlichen Rat einzuholen.“

ALEXANDER SCHLICHTING


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